Die rumänische Behörde für Eisenbahnreform (ARF) hat Siemens Mobility mit der Lieferung von 12 wasserstoffbetriebenen Triebzügen für den Personenverkehr beauftragt.
Die Vergabe erfolgte nach Prüfung des einzigen eingegangenen Angebots und nach Erhalt einer bedingungslosen Genehmigung durch die Nationale Behörde für das öffentliche Beschaffungswesen (ANAP).
Der Vertrag umfasst die Lieferung von 12 Wasserstoff-Brennstoffzellen-Triebzügen sowie die damit verbundenen Wartungs- und Reparaturleistungen, die für deren Betrieb erforderlich sind. Eine Anpassungsklausel ermöglicht es ARF, die Wartungsdauer durch einen Nachtrag um weitere 30 Jahre zu verlängern, ohne ein neues Ausschreibungsverfahren einleiten zu müssen.
Gemäß der von der Regierung genehmigten Machbarkeitsstudie und den technisch-wirtschaftlichen Kennzahlen werden die Triebzüge im Rahmen von öffentlichen Dienstleistungsverträgen an Personenverkehrsunternehmen vergeben. Die Zuteilung erfolgt nach der nationalen Methodik für die Verteilung neu angeschaffter Schienenfahrzeuge.
Die Züge sollen auf nicht elektrifizierten Strecken verkehren, darunter Bukarest–Pitești mit einer Verlängerung nach Piatra Olt–Craiova, Bukarest–Flughafen Henri Coandă, Bukarest–Târgoviște und Bukarest–Pitești–Curtea de Argeș.
Das Projekt wurde ursprünglich durch Rumäniens Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan (PNRR) finanziert. Die Verwaltungsbehörde des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur sucht derzeit nach einer alternativen Finanzierungsquelle, um die Umsetzung zu unterstützen.