Nach drei Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist das deutsche Projekt KIBA - kurz für Künstliche Intelligenz und diskrete Beladeoptimierung - erfolgreich abgeschlossen worden. Unter der Leitung der Kombiverkehr KG und mit Partnern wie DUSS, INFORM, VTG, Goethe-Universität Frankfurt, TU Darmstadt und KombiConsult wurde ein Demonstrator für die KI-gestützte Zugbeladungs- und Netzkapazitätsoptimierung im intermodalen Schienengüterverkehr entwickelt. Gefördert wurde es vom Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.
"Das Projekt KIBA zeigt, wie künstliche Intelligenz den Schienengüterverkehr effizienter machen kann", sagt Heiko Krebs, Geschäftsführer von Kombiverkehr. "Die entwickelten Prototypen helfen, Zugkapazitäten besser zu nutzen, Ressourcen effizient einzusetzen und den Kombinierten Verkehr attraktiver zu machen - ein wichtiger Schritt, um Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern und das Klima zu schützen."
Unter Verwendung einer zentralen Datenplattform entwickelten die Forscher Algorithmen für die Lastplanung und Netzoptimierung, deren Ergebnisse über eine webbasierte Schnittstelle visualisiert werden. Das System kombiniert KI-basierte Nachfrageprognosen mit mathematischer Optimierung, um die volle Auslastung der Züge zu gewährleisten und gleichzeitig Kranfahrten und Umladungen zu reduzieren.
"Die Integration von KI und Optimierung eröffnet neue Möglichkeiten für den kombinierten Verkehr", erklärt Dr. Rafael Velásquez, Director Optimisation & Integration bei INFORM. "Prognosen können direkt in Optimierungsmodelle eingespeist werden, so dass Züge effizient beladen und Netze zuverlässiger verwaltet werden."
Laut Eva Savelsberg, Senior Vice President bei INFORM, liegt der Erfolg von KIBA in der Zusammenarbeit: "Nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft konnte ein solch innovatives Ergebnis erzielt werden. Diese Brücke zu schlagen ist unerlässlich, wenn wir bei der KI-Innovation wettbewerbsfähig bleiben wollen."
Mit dem Abschluss des Projekts haben die Partner den Grundstein für die Umsetzung in der Praxis gelegt. Die nächsten Schritte umfassen die Sicherung der Datenqualität, den automatisierten Informationsaustausch und Live-Tests mit operativen Systemen. Der entwickelte Prototyp wird nun für die Nutzung durch Terminalbetreiber und Betreiber intermodaler Güterverkehrsdienste vorbereitet.