Der Schienengüterverkehr ist wieder im Kommen: Anstieg um 8,7 % im Jahr 2021

Karel Novak, Veröffentlicht am 02/11/2022
Der Schienengüterverkehr ist wieder im Kommen: Anstieg um 8,7 % im Jahr 2021
@ec.europa.eu/eurostat

Der Schienengüterverkehr geht nur in sieben Mitgliedstaaten zurück, während er in den übrigen Mitgliedstaaten zunimmt. Diese Informationen stammen aus Daten über den Eisenbahnverkehr, die von Eurostat veröffentlicht wurden.


Nach Rückgängen von 2,2 % und 6,1 % in den Jahren 2019 und 2020 hat sich die Leistung des Schienengüterverkehrs in der EU im Jahr 2021 etwas erholt. Um die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie zu verhindern, führten die Mitgliedstaaten (2020-2021) restriktive Maßnahmen ein, die sich erheblich auf den Schienengüterverkehr auswirkten, obwohl der Schienenpersonenverkehr stärker betroffen war.

Die ersten Anzeichen einer Erholung wurden im vierten Quartal 2020 beobachtet, als die Daten auf einen Anstieg von 5,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal hindeuteten. Dieser Trend setzte sich allmählich in allen Quartalen des Jahres 2021 fort.

In diesem Jahr (2021) steigt der Schienengüterverkehr um 8,7 % gegenüber 2020 und erreicht mit 399 Milliarden Tonnenkilometern (tkm) fast das hohe Niveau von 2018.

Die höchste Wachstumsrate im Schienengüterverkehr wurde im zweiten Quartal 2021 mit einem Plus von 20,5% verzeichnet, gefolgt vom dritten Quartal (+8,0%). Das erste und das vierte Quartal stiegen jeweils um 3,4 % im Vergleich zum gleichen Quartal 2020.

@ec.europa.eu/eurostat
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Deutschland leistete mit 123 Mrd. tkm im Jahr 2021 den größten Beitrag zur Schienengüterverkehrsleistung in der EU, was etwa 31 % des EU-Gesamtwertes entspricht. Polen und Frankreich folgten mit 54 bzw. 36 Mrd. tkm. Am anderen Ende der Skala verzeichneten Griechenland, Luxemburg und Irland weniger als 1 Mrd. tkm im Jahr 2021.

In sieben EU-Mitgliedstaaten ist der Schienengüterverkehr zwischen 2020 und 2021 zurückgegangen: Dänemark (-18,9%), Portugal (-18,3%), Litauen (-8,2%), Lettland (-7,7%), Irland (-5,2%), Kroatien (-3,3%) und Ungarn (-2,1%).

In den übrigen Mitgliedstaaten nahm die Leistung des Eisenbahnverkehrs im gleichen Zeitraum zu. Der höchste Anstieg wurde in Estland (+22,9%) beobachtet, gefolgt von Spanien (+20,3%), der Slowakei (+18,6%), Italien (+15,0%), Deutschland (+13,5%), Frankreich (+13,3%) und Rumänien (+10,9%).

In absoluten Zahlen war Deutschland der Mitgliedstaat mit dem höchsten Anstieg: +14,7 Mrd. tkm zwischen 2020 und 2021. Frankreich folgte mit einem Wachstum von 4,2 Mrd. tkm im gleichen Zeitraum.

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