ERMEWA, INVEHO und RAILENIUM starten das Innovationsprojekt M4.0

Karel Novak, Veröffentlicht am 25/01/2023
ERMEWA, INVEHO und RAILENIUM starten das Innovationsprojekt M4.0
From left to right: Peter Reinshagen, Managing Director ERMEWA SA, Julien Mathiaud, Managing Director INVEHO, Bertrand Minary, CEO IRT Railenium

Der Waggonhalter ERMEWA SA, der Werkstatt- und Waggonbauer INVEHO und das französische Forschungsinstitut für Eisenbahntechnik IRT RAILENIUM haben ihr gemeinsames Forschungs- und Innovationsprojekt Instandhaltung 4.0 (M4.0) ins Leben gerufen. Mit dem Projekt M4.0 haben sich diese Güterbahnunternehmen zum Ziel gesetzt, die zustandsorientierte und vorausschauende Instandhaltung zu fördern.


Das übergeordnete Ziel dieses Innovationsprojekts ist es, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des rollenden Materials durch effiziente Prozesse zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer deutlichen Reduzierung der TurnAround Time (TaT), also der Zeit zwischen der Entnahme eines Wagens und der Wiedereingliederung in den Transportprozess. Die Verringerung dieser TaT wird einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz der Lieferketten im Schienengüterverkehr leisten.

"Zukunftsorientierte und vorausschauende Instandhaltung ist der Schlüssel zu einer spürbaren Verbesserung der Leistung von Schienenfahrzeugen. Wir freuen uns, unsere praktische Perspektive in das neue und einzigartige Kooperationsprojekt Maintenance 4.0 einbringen zu können. Gemeinsam werden wir starke Lösungen entwickeln, die den Sektor spürbar stärken werden", sagen Peter Reinshagen, Managing Director ERMEWA SA und Olivier Piana, Chief Technical Officer, der das Projekt für ERMEWA SA leitet.

Die Zusammenarbeit zwischen Praktikern aus der Industrie und Akademikern im Bereich der Instandhaltung ist nicht alltäglich. In diesem Fall werden die beteiligten Partner Wissen und Erfahrung aus der Praxis und der akademischen Forschung in gemeinsam definierten Arbeitspaketen zusammenführen. Sie umfassen Themen wie Energiemanagement, Datenerfassung, Definition und Prüfung von Verschleißmodellen, Ausfallszenarien und Tests.

"Der Einsatz von zustandsorientierter und vorausschauender Instandhaltung wird uns zu einer besseren Planung der durchzuführenden Instandhaltungsmaßnahmen führen. Diese neue Organisation der Instandhaltung, im Gegensatz zur traditionellen präventiven oder kurativen Instandhaltung, wird mit Sicherheit dazu führen, dass wir unsere Werkstätten bei der Erstellung ihrer Arbeitspläne besser vorbereiten können; sie wird auch dazu führen, dass der Anteil der mobilen Instandhaltungsarbeiten durch eine bessere Antizipation erhöht wird, wodurch die Genauigkeit der Arbeiten effektiver wird", unterstreicht Julien Mathiaud, Geschäftsführer von INVEHO.

Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Effizienz des Schienengüterverkehrs leisten. Es steht damit in perfektem Einklang mit den Zielen des Sektors in Europa: den Anteil des Schienengüterverkehrs bis 2030 auf 30 Prozent zu verdoppeln. Die Klimaziele des europäischen Green Deals sind ohne diese Verlagerung auf die Schiene nicht zu erreichen.

"Railenium ist stolz darauf, dieses ehrgeizige Innovationsprojekt in Zusammenarbeit mit Ermewa und Inveho zu verwirklichen. Dieses Projekt wird Railenium in die Lage versetzen, Lösungen für die Fachwelt und die täglichen Nutzer anzubieten. Dazu müssen wir die Gesetzmäßigkeiten der Abnutzung von Güterwagen und ihren Hauptkomponenten identifizieren und besser verstehen, wobei wir uns insbesondere auf unser Fachwissen im Energiemanagement sowie im Data Mining und in der künstlichen Intelligenz stützen. Diese Fähigkeiten sind ein entscheidender Faktor für die Verbesserung der Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Güterwagen durch die Entwicklung zustandsorientierter Wartung und vorausschauender Instandhaltung", erklärt Bertrand Minary, CEO von IRT Railenium.

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