Sechs Bieter bewerben sich um den ersten Hochgeschwindigkeitsabschnitt in Polen

Sechs Bieter bewerben sich um den ersten Hochgeschwindigkeitsabschnitt in Polen
© CPK
Sechs Konsortien bewerben sich um den Bau des ersten Hochgeschwindigkeitsbahnabschnitts in Polen, was einen wichtigen Schritt im neuen Hochgeschwindigkeitsbahnprogramm des Landes darstellt.

Der „Centralny Port Komunikacyjny“ (CPK) hat die nächste Phase der Ausschreibung für Polens erste Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke (HSR) eingeleitet; sechs Konsortien bewerben sich um den Auftrag.

Das Projekt umfasst einen 13 Kilometer langen Abschnitt zwischen Kotowice und dem künftigen Flughafen-Drehkreuz und ist Teil der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke Warschau–Łódź. Der Vertrag soll voraussichtlich 2027 unterzeichnet werden.

Bieter (6 Konsortien):

  • Budimex
  • Konsortium aus ZUE, Duna Polska und POLAQUA
  • Konsortium aus TORPOL, MIRBUD und KOBYLARNIA
  • Konsortium aus Trakcja und PORR
  • Konsortium aus Mostostal Warszawa, NDI, NDI Sopot und INTERCOR
  • Konsortium aus Gülermak, Track Tec Construction, UNIBEP und Pomorskie Przedsiębiorstwo Mechaniczno-Torowe

Aus regionaler Sicht handelt es sich hierbei um das erste Hochgeschwindigkeitsbahn-Bauprojekt in Mittel- und Osteuropa, was die zunehmende Dynamik beim Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes außerhalb Westeuropas verdeutlicht.

Die Ausschreibung erfolgt im Rahmen eines wettbewerblichen Dialogs, wobei Erfahrungen mit früheren Infrastrukturarbeiten und der Durchführung lokaler Projekte zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen. Die endgültigen Angebote werden anhand des Preises und der Gewährleistungskonditionen bewertet.

Die Strecke Kotowice–Flughafen ist Teil des größeren „Y“-Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes, das Warschau, Łódź, Posen und Breslau verbinden soll und für Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h ausgelegt ist.

Insgesamt wird der Korridor Warschau–Łódź rund 120 Kilometer neue Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur umfassen, wobei separate Ausschreibungen für Signal-, Telekommunikations- und Stromversorgungssysteme vorgesehen sind.

Nach den derzeitigen Plänen soll der Abschnitt Warschau–Łódź zusammen mit dem neuen Flughafen im Jahr 2032 in Betrieb genommen werden; weitere Ausbauten in Richtung Posen und Breslau werden bis 2035 erwartet.

Für den Eisenbahnsektor stellt das Projekt einen Meilenstein beim Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes in Mitteleuropa dar, mit langfristigen Auswirkungen auf Kapazität, Anbindung und Verkehrsverlagerung in der gesamten Region.


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