Für Alpha Trains bedeutet die Vereinbarung, dass die Wartung der Antriebssysteme nun nach einem besser planbaren Lebenszyklusmodell erfolgt, bei dem die Planung von Überholungen, die Ersatzteilversorgung und der technische Support unter einem langfristigen Rahmen zusammengefasst werden.
Der Vertrag erstreckt sich über die gesamte Betriebsdauer der Dieseltriebzüge von Alpha Trains, die alle mit mtu PowerPacks von Rolls-Royce ausgestattet sind. Ziel ist es, die Planungssicherheit, die technische Verfügbarkeit und die Vorhersehbarkeit der Wartungsarbeiten für Flotten verschiedener Eisenbahnunternehmen in ganz Europa zu verbessern.
Für Betreiber, die DMUs von Alpha Trains leasen, soll das Rahmenwerk eine besser strukturierte Wartungsorganisation bieten. PowerPack-Überholungen werden in das serviceorientierte Leasingmodell von Alpha Trains integriert, was eine höhere Flottenverfügbarkeit und eine transparentere langfristige Kostenplanung ermöglicht.
Das mtu PowerPack vereint Motor, Kraftübertragung und Hilfssysteme, einschließlich Kühlung und Abgasnachbehandlung, in einer modularen Antriebseinheit. Bei Dieseltriebzügen ist daher die Qualität der Wartungsarbeiten ein entscheidender Faktor für die Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb.
Die Vereinbarung umfasst zudem umfassendere Serviceleistungen wie Terminplanung, Gewährleistung, Ersatzteilversorgung, Schulungen für das Bedienpersonal sowie die langfristige Kostenentwicklung. Alpha Trains und Rolls-Royce werden zudem an technischen Lösungen arbeiten, um potenzielle Veralterung zu erkennen und zu beheben, bevor sie den Betrieb beeinträchtigt.
Ein weiterer Bestandteil der Vereinbarung ist die Möglichkeit, alle ab 2006 hergestellten PowerPacks der mtu 1800-Baureihe mit HVO zu betreiben, einem synthetischen Kraftstoff, der aus Abfall- und Reststoffen hergestellt wird. Nach Angaben der Unternehmen kann HVO die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem Diesel um bis zu 90 % senken.
Jörg Hagemeyer, Leiter der Abteilung Personenverkehr bei Alpha Trains, erklärte, die Vereinbarung sende „ein klares Signal“ hinsichtlich der Qualität und Verfügbarkeit der Dieseltriebzüge des Unternehmens und schaffe gleichzeitig ein umfassenderes Dienstleistungspaket für Kunden und Betreiber.
Andreas Görtz, Leiter des Geschäftsbereichs „Mobile & Sustainable“ bei Rolls-Royce Power Systems, erklärte, die Partnerschaft werde hohe Qualitätsstandards, Verfügbarkeit und einen effizienten Bahnbetrieb gewährleisten.
Der Vertrag spiegelt einen allgemeinen Trend im europäischen Leasinggeschäft für Schienenfahrzeuge wider, bei dem Verfügbarkeit, Wartung während des gesamten Lebenszyklus und emissionsarmer Betrieb zunehmend wichtige Bestandteile des Angebots werden – und nicht nur die Fahrzeuge selbst.