Alstom vermeldete für das Geschäftsjahr 2025/26 ein Rekordgeschäftsergebnis: Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 39 % auf 27,6 Mrd. Euro, bei einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,4. Der Auftragsbestand stieg auf 104,4 Mrd. Euro, was dem Konzern eine gute Planungssicherheit für künftige Umsätze verschafft.
Der Konzernumsatz belief sich auf 19,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 3,7 % auf berichteter Basis und von 7,2 % organisch entspricht. Europa blieb die umsatzstärkste Region, gestützt durch die Umsetzung bedeutender Aufträge für Schienenfahrzeuge, darunter RER-NG-Züge in Frankreich, Coradia-Stream-Züge für Trenitalia und M7-Wagen für die SNCB.
Die Ertragslage entwickelte sich uneinheitlicher. Das bereinigte EBIT belief sich auf 1,17 Milliarden Euro und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil, während die bereinigte EBIT-Marge um 30 Basispunkte auf 6,1 % zurückging. Alstom erklärte, die geplante Margenausweitung sei durch eine geringere Produktion und Probleme bei einigen Schienenfahrzeugprojekten beeinträchtigt worden.
Der auf den Konzern entfallende Jahresüberschuss hat sich auf 324 Millionen Euro mehr als verdoppelt, verglichen mit 149 Millionen Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der freie Cashflow belief sich auf 336 Millionen Euro und entsprach damit den Prognosen, lag jedoch unter dem Vorjahreswert.
Die positive Geschäftsentwicklung wurde durch Großaufträge in verschiedenen Regionen vorangetrieben, darunter Aufträge in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. In Europa hob Alstom neue Aufträge in Portugal, Polen und Frankreich hervor, während das Unternehmen in den USA und Kanada große Aufträge für Nahverkehrs- und U-Bahn-Fahrzeuge erhielt.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 rechnet Alstom mit einem organischen Umsatzwachstum von rund 5 %, einem Book-to-Bill-Verhältnis von über 1, einer Fahrzeugproduktion von 4.400 bis 4.500 Einheiten, einer bereinigten EBIT-Marge von rund 6,5 % und einem positiven freien Cashflow. Das Unternehmen kündigte zudem an, sich auf die Qualität der Umsetzung, eine schlankere Kostenbasis, vereinfachte Prozesse und Einsparungen im Beschaffungswesen zu konzentrieren.