CEVA Logistics erweitert seine Schienenfrachtlösungen in Afrika und Kanada

CEVA Logistics erweitert seine Schienenfrachtlösungen in Afrika und Kanada
© CEVA Logistics
CEVA Logistics setzt verstärkt auf den Schienengüterverkehr, um den wachsenden Anforderungen der Logistik sowohl in Afrika als auch in Kanada gerecht zu werden.

Da die Straßeninfrastruktur in Afrika weiterhin eine Herausforderung darstellt, bezieht CEVA zunehmend die Schiene in seine multimodalen Transportstrategien ein. Gleichzeitig hat das Unternehmen erfolgreich ein komplexes internationales Projekt in Kanada durchgeführt, bei dem übergroße Eisenbahnwaggons aus China transportiert wurden, was das Potenzial des Schienengüterverkehrs für die Beförderung großer, hochwertiger Güter unter Beweis stellt.

Ausbau des Schienengüterverkehrs in Afrika

Afrikas Logistiklandschaft ist in hohem Maße vom Straßentransport abhängig, denn rund 80 % der Güter werden per Lkw befördert. Allerdings ist die Straßeninfrastruktur in vielen Teilen des Kontinents nach wie vor unterentwickelt, nur 27 % der Straßen sind asphaltiert. Dies führt dazu, dass die Lkw häufig überladen werden, der Straßenzustand sich verschlechtert und man auf überlastete Strecken angewiesen ist. Diese Probleme haben Logistikanbieter wie CEVA dazu veranlasst, nach alternativen Lösungen zu suchen, wobei sich der Schienengüterverkehr in bestimmten Regionen als effizientere und nachhaltigere Option erwiesen hat.

CEVA, das 2019 nur in fünf afrikanischen Ländern vertreten war, hat seine Aktivitäten erheblich ausgeweitet. Das Unternehmen ist nun in fast 25 Ländern tätig, mit einer Reichweite von über 40 Ländern, und unterstützt den regionalen und internationalen Handel über wichtige Korridore. Der Schwerpunkt von CEVA liegt auf der Anbindung afrikanischer Binnenländer an wichtige regionale Häfen durch eine Kombination aus Straßen- und Schienenverkehr.

Ganzzug von Mosambik nach Simbabwe

Ein wichtiges Beispiel für die Bemühungen von CEVA in diesem Bereich ist der kürzliche Betrieb eines Ganzzuges von Mosambiks Cornelder Port nach Harare, Simbabwe. Der Ganzzug transportierte Fracht für mehr als 10 Kunden über eine Strecke von 549 Kilometern, wobei das Schienennetz zur Umgehung überlasteter Straßen genutzt wurde. Dieser Transport verdeutlicht das Potenzial der Schiene für den grenzüberschreitenden Güterverkehr in Afrika, wo die Straßeninfrastruktur mit der wachsenden Nachfrage nicht Schritt halten kann.

Obwohl der Schienengüterverkehr in Afrika noch zu wenig genutzt wird, bietet er mehrere Vorteile, insbesondere bei der Verringerung der Kohlendioxidemissionen und den Transportkosten. Der von CEVA in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und der CFM-Eisenbahn in Mosambik durchgeführte Ganzzugbetrieb zeigt, dass die Schiene eine strategische Alternative für den regionalen Güterverkehr darstellt. Die Schienennetze des Kontinents stehen jedoch vor ganz eigenen Herausforderungen, denn nur etwa 70 % der Schieneninfrastruktur sind voll funktionsfähig. Trotz dieser Einschränkungen bleibt die Schiene ein wichtiges Instrument, um den logistischen Bedarf Afrikas zu decken.

© CEVA Logistics
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Transport von Energieanlagen in Tansania

CEVA hat kürzlich auch den Transport von empfindlichen elektrischen Transformatoren für ein Wasserkraftwerk in Tansania abgewickelt. Die übergroßen und zerbrechlichen Geräte erforderten eine Hybridlösung aus Straßen- und Schienentransport. Das Ingenieurteam von CEVA entwickelte einen detaillierten Plan, um die sichere Lieferung der Transformatoren zu gewährleisten. Dazu gehörten die Sanierung von Abschnitten der Bahnstrecke und die Einführung von Schockmonitoren zur Minimierung von Vibrationen während des Transports.

Die Transformatoren wurden vom tansanischen Hafen Dar es Salaam auf der Straße zum Bahnhof Mzenga transportiert und legten dabei 106 Meilen (170 Kilometer) zurück. Von dort aus wurden die Transformatoren 75 Meilen (120 Kilometer) per Bahn zum Bahnhof Fuga transportiert. Um sicherzustellen, dass die Transformatoren während des gesamten Transports geschützt waren, verwendete CEVA speziell angefertigte Gummimatten, um Bewegungen und Stöße während des Transports zu absorbieren.

Lösungen für den Schienengüterverkehr in Kanada: Transport neuer Waggons aus China

In Nordamerika leitete CEVA den komplexen Transport von fünf 62 Tonnen schweren Doppelstockwaggons von Tianjin, China, nach Montreal, Kanada. Die übergroßen Waggons erforderten einen multimodalen Ansatz, der den Land-, See- und Schienentransport über eine Gesamtstrecke von über 12.200 Kilometern umfasste.

Die Waggons wurden vom CRRC-Werk Tangshan in Tianjin zum Hafen von Tianjin transportiert, wo sie auf ein Frachtschiff verladen wurden, das sie durch den Panamakanal zum Hafen von Bécancour in Quebec brachte. Von dort aus wurden die Waggons für die letzte Etappe der Reise zum Projektstandort in Montreal auf Schienen umgeladen.

Jeder Triebwagen mit einer Länge von 27 Metern und einem Gewicht von mehr als 62 Tonnen stellte eine große logistische Herausforderung dar. Die technischen Teams von CEVA entwickelten spezielle Verpackungs- und Sicherungsmethoden, um die Waggons während des See- und Bahntransports zu schützen und ihre sichere Ankunft am Projektstandort zu gewährleisten.


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