Auf der diesjährigen Veranstaltung kamen führende Vertreter der Branche zusammen, um eine wichtige Frage zu klären: Wie können wir den Schienengüterverkehr in Südosteuropa schneller, effizienter und einfach nur besser machen? An zwei Tagen erkundeten die Teilnehmer die Zukunft des Schienengüterverkehrs in dieser wichtigen Region.
Tag eins - Anfang: Ein tiefes Eintauchen in Südosteuropa
Der erste Tag begann mit einem Workshop, der sich mit den wichtigsten Entwicklungen im Schienengüterverkehr im ehemaligen Jugoslawien und in der Türkei beschäftigte. Hier sind einige der Themen, die das Gespräch in Gang hielten:
- EU-Förderung: Erfüllen sie ihren Zweck? Experten haben die aktuellen Fördermaßnahmen der EU unter die Lupe genommen und sich die große Frage gestellt: Treiben diese Programme den Ausbau des Schienengüterverkehrs wirklich voran, oder könnten sie mehr bewirken? Spoiler-Alarm: Es gibt Raum für Verbesserungen.
- Eisenbahnkorridore: Was funktioniert und was nichtDie Infrastruktur der Region stand im Rampenlicht, als Experten bewerteten, was funktioniert und wo effizientere Korridore dringend benötigt werden.
- Terminals: Das multimodale PuzzleDas Potenzial für mehr multifunktionale Terminals war ein weiteres Thema, wobei eine Mischung aus Begeisterung und Vorsicht darüber herrschte, wie diese wichtigen Knotenpunkte ausgebaut werden können und wie sichergestellt werden kann, dass sie mit dem bestehenden System harmonieren.
- Der zentrale Korridor der SeidenstraßeDie uralte Seidenstraße ist nicht nur ein Relikt der Geschichte. Der zentrale Korridor entwickelt sich zu einem wichtigen Akteur im modernen Güterverkehr, und diese Sitzung befasste sich mit seinem Potenzial, noch mehr Güter zwischen Europa und Asien zu befördern.
- TransFer Corridor TrainsDie Rail Cargo Group hat große Pläne für den Ausbau ihres Zugangebots - und das nicht allein. Gemeinsam mit Partnern will sie neue Transportangebote einführen und die Logistiklandschaft der Region aufmischen.
- Serbien: Ein neuer multimodaler Star?Serbien machte Schlagzeilen mit seinen wachsenden multimodalen Verbindungen und neuen internationalen Transportoptionen, die es zu einem spannenden Raum machen, den man beobachten sollte.
- Marmaray-Eisenbahntunnel: Der Game ChangerEine der Hauptattraktionen war der Marmaray-Tunnel, ein Eisenbahntunnel unter dem Bosporus. Dieses Wunderwerk der Technik, das Europa und Asien auf dem Schienenweg verbindet, wird seit 2020 von Güterzügen genutzt, und sein Potenzial zur weiteren Ankurbelung des Handels war ein wichtiges Gesprächsthema.
Tag Eins - Fortsetzung: Gespräch Transport mit einer Seite der Korridore
Nach dem Workshop nahmen die Teilnehmer an einem Forum teil, das von UIRR-Generaldirektor Ralf Charley Schultze geleitet wurde. Die Diskussion drehte sich um die Möglichkeiten des kombinierten Verkehrs in der Region - wo die Schiene auf die Straße, das Meer und alles andere trifft. Im Mittelpunkt stand die Umstrukturierung der Schienengüterverkehrskorridore, deren Zahl zwar schrumpfen, deren Bedeutung aber durch die Integration in das Transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V) der EU zunehmen wird. Durch diese Straffung soll das europäische Schienennetz effizienter und übersichtlicher werden.
Tag zwei: Begrüßung neuer Mitglieder
Am 11. Oktober begrüßte der IBS-Vorsitzende Olaf Krüger auf der Bühne acht neue Mitglieder, darunter mehrere Gäste aus der Türkei. Anschließend informierte der Vorstand über verschiedene Projekte, die seit dem letzten Treffen in Helsinki in Arbeit sind. Ralf Charley Schultze informierte die Anwesenden über die strukturellen Entwicklungen in der EU im Eisenbahnsektor.
Im zweiten Teil des Kongresses wurde über eine moderne Herausforderung im Güterverkehr nachgedacht: Wie können nicht kranbare Anhänger effizienter transportiert werden? IBS-Vorstandsmitglied Tiberiu Buzas leitete die Diskussion, in der es um neue Möglichkeiten ging, gemischte multimodale Züge noch effizienter zu machen. Die Teilnehmer waren sich einig: Stärkere Partnerschaften zwischen den IBS-Mitgliedern und ein wenig zusätzliche Werbung könnten dazu beitragen, diese Idee in die Tat umzusetzen.
Fazit: Die strahlende Zukunft des Schienengüterverkehrs
Alles in allem machte der 52. IBS-Kongress eines deutlich: Die Zukunft des Schienengüterverkehrs in Südosteuropa ist voller Potenzial, aber sie erfordert zumindest Zusammenarbeit, Innovation und weitere spannende Projekte wie den Marmaray-Tunnel oder neue multimodale Optionen, die sich abzeichnen.