Der polnische Markt für intermodalen Schienenverkehr startete im Jahr 2026 mit höheren Transportvolumina und einem größeren Anteil am nationalen Schienengüterverkehr, was bestätigt, dass der Containerverkehr schneller wächst als der Güterverkehrsmarkt insgesamt.
Der Anstieg zeigte sich bei allen wichtigen Indikatoren. Die Reedereien beförderten fast 790.000 TEU, gegenüber rund 681.000 TEU im gleichen Quartal des Jahres 2025, während die Transportleistung 2,58 Mrd. Tonnenkilometer erreichte. Die Zahlen deuten sowohl auf höhere Volumina als auch auf längere oder produktivere Transporte hin und lassen nicht nur eine Erholung bei kurzen Transportstrecken vermuten.
Auch im polnischen Schienengüterverkehr gewann dieser Markt an Bedeutung. Der Anteil des intermodalen Verkehrs am gesamten Schienengüterverkehr betrug im ersten Quartal 2026 19,2 %, verglichen mit 16,6 % im Vorjahr. Gemessen an der Transportmasse stieg sein Anteil von 12,7 % auf 15 %.
Das jährliche Wachstum steht im Gegensatz zu einer schwächeren Entwicklung im Vergleich zum Vorquartal. Im Vergleich zum vierten Quartal 2025 ging der intermodale Verkehr gemessen an Masse, TEU, Anzahl der Einheiten und Tonnenkilometern zurück. Dies deutet darauf hin, dass das Ergebnis des ersten Quartals im Jahresvergleich zwar stärker ausfiel, jedoch das Niveau von Ende 2025 nicht übertraf.
Die Struktur der Marktteilnehmer bleibt konzentriert. PCC Intermodal und PKP Cargo hielten jeweils knapp ein Fünftel des Marktes gemessen am Gewicht, gefolgt von DB Cargo mit rund einem Zehntel. Zusammen entfiel auf die drei größten Marktteilnehmer fast die Hälfte des intermodalen Güterverkehrs auf der Schiene in Polen.
PCC Intermodal war sowohl hinsichtlich des Transportvolumens als auch der Transportleistung marktführend. PKP Cargo lag knapp dahinter und steigerte seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr, während DB Cargo in beiden Bereichen an Boden verlor. Auch kleinere Anbieter konnten Marktanteile gewinnen, darunter die Service and Logistics Group, Orlen Kolej und Eurotrans.
Insgesamt 32 Schienengüterverkehrsunternehmen meldeten im ersten Quartal 2026 intermodale Aktivitäten, gegenüber 34 im Vorjahr. Der Rückgang der Zahl der aktiven Unternehmen in Verbindung mit höheren Gesamtvolumina deutet darauf hin, dass das Wachstum hauptsächlich von etablierten Akteuren absorbiert wird und nicht auf eine breitere Zunahme der Marktteilnehmer zurückzuführen ist.