Die französische Regierung hat einen detaillierten Fahrplan aufgestellt, um die Rolle des kombinierten Verkehrs im nationalen Logistiknetz auszubauen und sich dabei an ihren umfassenderen Umwelt- und Energiewendezielen zu orientieren. Der neu veröffentlichte Nationale Masterplan für den Kombinierten Verkehr, ein Kernbestandteil der Nationalen Strategie für die Entwicklung des Schienengüterverkehrs, konzentriert sich auf die Integration der Verkehrsträger Schiene und Straße, um die Effizienz der Logistik zu steigern, den Kohlenstoffausstoß zu verringern und einen nachhaltigen Güterverkehr zu unterstützen.
Zu den wichtigsten Elementen dieses Plans gehören:
- Erhöhung der Kapazität der multimodalen Terminals: Frankreichs multimodale Terminals, die für den kombinierten Verkehr unerlässlich sind, haben im Laufe der Jahre eine steigende Nachfrage bewältigt. Die derzeitigen Anlagen stoßen aufgrund der begrenzten Investitionen der letzten Jahrzehnte an ihre Grenzen, was zu einer veralteten Infrastruktur und Einschränkungen bei der Abfertigung größerer Mengen führt. Der Plan 2032 geht auf dieses Problem ein, indem er Verbesserungen für bestehende Terminals und die Einrichtung neuer Standorte vorsieht, um den künftigen Bedarf zu decken.
- Erschließung neuer Terminalstandorte: Die Ermittlung und Schaffung zusätzlicher Terminalstandorte ist ein zentrales Ziel des Plans. Bestimmte Gebiete mit Potenzial für den Umschlag wurden auf der Grundlage regionaler Bedürfnisse ausgewählt. In einer kürzlich durchgeführten regionalen Studie über die Île-de-France wurden beispielsweise erstklassige Standorte für multimodale Anlagen ermittelt, die eine Erweiterung des bestehenden Netzes entsprechend der prognostizierten Nachfrage ermöglichen.
- Modernisierung der Bahninfrastruktur: Der Masterplan sieht verschiedene Maßnahmen vor, um die Bahnanlagen auf ein höheres Verkehrsaufkommen und größere Lasten vorzubereiten. Strategische Korridore werden modernisiert, um die Gesamteffizienz der Logistik zu verbessern und so zu einer Verringerung des Straßenverkehrs und der Emissionen beizutragen.
- Unterstützung der regionalen Logistik: Über die nationalen Projekte hinaus werden regionale Bewertungen weiterhin eine wichtige Rolle bei der Ermittlung und Bewältigung spezifischer lokaler Anforderungen spielen. Die Studie über die Kapazitäten der Île-de-France im Jahr 2022 hat bereits die nationale Planung beeinflusst, um sicherzustellen, dass das Netz jeder Region robust und für künftige Logistikanforderungen gerüstet ist.
Das Ziel für 2032 baut auf Frankreichs nationaler Strategie zur Entwicklung des Schienengüterverkehrs auf, die bereits zur Unterstützung der Klimaziele umgesetzt wird. Es wird erwartet, dass der kombinierte Verkehr einen größeren Anteil am Güterverkehr einnimmt und sich sein Anteil verdoppelt. Mit Hilfe laufender staatlicher Finanzierungen und regionaler Studien zielt dieser Plan darauf ab, den kombinierten Verkehr zu einem zentralen Bestandteil des französischen Logistiknetzes zu machen und die Ziele der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu unterstützen.
Die Strategie konzentriert sich auch auf:
- Verringerung der Abhängigkeit vom Straßenverkehr: Durch den Ausbau multimodaler Optionen fördert der Plan die Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene, was zu einer Entlastung der Straßen führt und den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen verringert.
- Optimierung der Logistiknetze: Die Integration von Straße und Schiene in das nationale Netz zielt darauf ab, die Effizienz der verschiedenen Verkehrsträger zu maximieren und den Verladern zuverlässige und kostengünstige Optionen zu bieten.
- Übereinstimmung mit den Umweltzielen: Der Plan trägt zu den Umweltzielen Frankreichs bei, die sich auf die Verringerung der Treibhausgasemissionen und die Reduzierung der mit dem Schwerlastverkehr verbundenen Schadstoffe konzentrieren.