Der Chemieriese BASF hat den Vertrag mit DB Cargo für den Bahnshuttle zwischen den Standorten Ludwigshafen und Schwarzheide um zwei weitere Jahre verlängert.
Der Bahnshuttle verbindet zwei der größten europäischen Produktionsstandorte der BASF. Dabei wird das Transportvolumen der BASF mit zusätzlichen Einzelwagenladungen kombiniert, so dass ein Ganzzug entsteht, ohne dass die BASF allein eine volle Zugladung benötigt. Dieser Ansatz verbessert die Logistik durch die Zusammenstellung eines Ganzzuges direkt am Anschlussgleis des BASF-Werks in Ludwigshafen, wodurch der Bedarf an weiteren Rangierfahrten auf nahegelegenen Rangierbahnhöfen reduziert wird und kürzere Transitzeiten möglich sind.
Auf dem Weg nach Schwarzheide hält der Zug im Rangierbahnhof Halle, um Waggons zu entkoppeln, die für BASF-Kunden in der Region bestimmt sind. Die Hauptladung fährt dann weiter nach Schwarzheide, wo die restlichen Wagen entladen werden. Die Lokomotive wendet und kehrt nach Ludwigshafen zurück, wo sie weitere Güter aus anderen ostdeutschen Industrien aufnimmt, die in Mannheim zur weiteren Verteilung abgekoppelt werden.
Seit seiner Einführung im Jahr 2022 hat der Shuttle jährlich rund 270.000 Tonnen chemische Güter für BASF transportiert. Die Frequenz wurde im April 2024 von fünf auf sechs Güterzüge pro Woche erhöht, was die wachsende Nachfrage nach diesem Dienst widerspiegelt.
Der Bahnshuttle bietet mehrere Vorteile: schnelle Bereitstellung durch Zugbildung am Werksgelände, positive Synergieeffekte durch die Einbeziehung zusätzlicher Waggons und kürzere Transportzeiten. Die Zugfahrt nach Schwarzheide dauert etwa zwölf Stunden, die Rückfahrt nach Ludwigshafen etwa siebzehn Stunden.