Ab Mitte Dezember 2024 erhalten Güterverkehrsunternehmen, die den internationalen Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Figueres (Spanien) und Perpignan (Frankreich) nutzen, eine Ermäßigung von 90 % auf die Trassenpreise.
Die ermäßigten Gebühren sind Teil einer Vereinbarung zwischen Spanien und Frankreich über die Instandhaltung und den Betrieb der Strecke Figueres-Perpignan. Diese Maßnahme wurde durch einen Nachtrag zu dem bestehenden Abkommen formalisiert, der von Vertretern der Verkehrsministerien beider Länder unterzeichnet wurde. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs in der Region zu stärken und die Bemühungen um eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu unterstützen.
Mittelbindungen für den Betrieb der Linie
Das Addendum enthält auch finanzielle Vorkehrungen zur Sicherung der Stabilität der Línea Figueras Perpignan SA, der binationalen Gesellschaft, die für den Betrieb und die Instandhaltung der Strecke zuständig ist. Spanien und Frankreich werden zwischen 2024 und 2026 zusätzliche 10 Millionen Euro in die Gesellschaft einzahlen. Das Unternehmen befindet sich zu gleichen Teilen im Besitz der nationalen Infrastrukturbetreiber der beiden Länder, ADIF und SNCF Réseau.
Diese Initiative steht im Einklang mit umfassenderen europäischen und nationalen Strategien für eine nachhaltige und effiziente Mobilität. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke bleibt eine wichtige Verbindung für den Personen- und Güterverkehr zwischen Spanien und Frankreich.
Wirtschaftsbeteiligte und Interessengruppen sind aufgefordert, die potenziellen Vorteile der angepassten Gebühren, die jetzt in Kraft sind, zu bewerten.