Ein regelmäßiger Gütershuttle, der den BASF-Hauptsitzin Ludwigshafen mit dem Industriestandort in Antwerpen verbindet, hat seit seinem Start im Dezember 2021 1.000 Hin- und Rückfahrten absolviert. Der Dienst wird vonLineas, einem in Belgien ansässigen privaten Schienengüterverkehrsunternehmen, betrieben.
Die Strecke Antwerpen-Ludwigshafen spielt in der internen Logistik der BASF eine Rolle, wobei die Bahnverbindung als spezielle Transportlösung für Industriegüter ausgelegt ist. Beide Standorte sind integrierte Produktionsstandorte, an denen chemische Stoffe und Zwischenprodukte verarbeitet werden.
Der Transport auf dieser Strecke umfasst Einzelwagenladungen (SWL), ein Format, das in der chemischen Industrie nach wie vor relevant ist. Bestimmte reglementierte Stoffe müssen aufgrund von Sicherheitsvorschriften auf der Schiene befördert werden, und der Shuttleservice erfüllt diese Anforderung durch regelmäßige planmäßige Fahrten.
Die BASF hat sich von den herkömmlichen Wagenladungssystemen abgewendet und verwendet nun eigene Tankcontainer für Chemikalien. Diese Umstellung zielt darauf ab, die logistische Kontrolle zu verbessern und intermodale Transporte zu unterstützen.
Die Frachtverbindung wird im Rahmen des umfassenderen Ansatzes der BASF zur Verringerung der Emissionen im internen Verkehr genutzt. Die Elektrifizierung der Schieneninfrastruktur an ihren Standorten, einschließlich Antwerpen, unterstützt die Integration in die nationalen elektrifizierten Schienenkorridore. Die Verkehrsverlagerung vom Lkw auf die Bahn ist Teil dieses Konzepts und trägt zur Reduzierung des Verkehrs auf den Straßen zwischen Deutschland und Belgien bei.
Nach Angaben der BASF werden durch den Shuttle Antwerpen-Ludwigshafen jährlich mehr als 17.000 Lkw von der Straße genommen.