Lineas und FS Logistix haben ein Joint Venture mit dem Namen Modalink gegründet, um die Verwaltung des Antwerpener Mainhub-Terminals zu übernehmen. Das neue Unternehmen, das zu 70 % von Lineas und zu 30 % von FS Logistix kontrolliert wird, wird auch intermodale Zubringerdienste innerhalb des Antwerpener Hafens betreiben. Der Anteil von FS Logistix an dem Gemeinschaftsunternehmen kann in Zukunft auf 49 % erhöht werden.
Das Terminal erstreckt sich über eine Fläche von 200.000 Quadratmetern und ist mit 8 Gleisen von je 700 Metern Länge, 3 Portalkränen und 6 Portalhubwagen ausgestattet. Seine derzeitige jährliche Umschlagskapazität beträgt bis zu 200.000 Container. Antwerp Mainhub ist einer der zentralen Terminals im zweitgrößten europäischen Hafen nach TEU-Volumen.
Modalink ist sowohl mit dem Terminalmanagement als auch mit der Organisation der intermodalen Verbindungen zwischen dem Terminal und den inneren Kais des Hafens betraut. Die Gründung dieses Unternehmens geht mit einer Verlagerung des Geschäftsschwerpunkts von Lineas einher. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf Traktionsdienste und gibt seine Aktivitäten als Intermodalbetreiber auf.
Im Rahmen dieser Verlagerung bauen Lineas und FS Logistix ihre Zusammenarbeit auf dem Korridor Antwerpen-Mailand aus. Mercitalia Intermodal, ein Unternehmen von FS Logistix, wird die intermodalen Dienste auf dieser Strecke betreiben, während Lineas für die Traktion zuständig bleibt. Die Strecke wird über Deutschland und Frankreich bedient, um die grenzüberschreitende Kontinuität zu gewährleisten.
Der Schritt steht auch im Einklang mit der breiteren Netzwerkexpansion von FS Logistix, die in seinem Industrieplan 2025-2029 beschrieben ist. Mit dieser Übernahme erhält FS Logistix Zugang zu einem wichtigen Logistikknotenpunkt in Nordeuropa, der seine Pläne für intermodale Dienste in Nord-Süd-Richtung (Belgien-Italien) und Ost-West-Richtung (Frankreich-Rumänien/Polen) unterstützt. Das Joint Venture soll dazu beitragen, die prognostizierten Kapazitätsengpässe an norditalienischen Terminals auszugleichen.
Beide Unternehmen beabsichtigen, das Antwerpener Mainhub-Terminal zu nutzen, um die Betriebsabläufe auf wichtigen Korridoren zu verbessern. Der Gesamtwert des 30-prozentigen Anteils an dem Terminal wurde nicht bekannt gegeben, und es wurden auch keine finanziellen Einzelheiten über die künftige Aufstockung auf 49 % genannt.