Ein nahtloser Betrieb über Korridore hinweg mit ETCS Baseline 3 ist nun möglich. Das Europäische Zugsicherungssystem ist ein einheitliches Signalsystem, das die Sicherheit, Interoperabilität und Effizienz der europäischen Eisenbahnnetze verbessern soll. Außerdem wird der Betrieb in Österreich wieder aufgenommen, wo der reine ETCS-Betrieb auf Strecken der Klasse B mit doppelter Ausrüstung nun erlaubt ist.
"Der grenzüberschreitende Verkehr ist für den Güterverkehr in Europa sehr wichtig. Mit der vollständig zugelassenen Version VR01.5 können unsere Kunden weiterhin Lokomotiven auf Korridoren in Deutschland, Österreich, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Luxemburg, Ungarn, Kroatien, Slowenien und Serbien einsetzen. Dies ist ein wichtiger Schritt nicht nur für uns bei Alstom, sondern für die europäische Eisenbahninteroperabilität insgesamt", sagte Dan Kurucz, Geschäftsführer von Alstom für die Tschechische Republik und die Slowakei.
Tschechische Güterverkehrsunternehmen wie ČD Cargo und RegioJet haben diese Zulassung für ihre Lokomotiven der Baureihe 388 (388 201-231 für RegioJet und 388 001-026 für ČD Cargo) erhalten. Bislang wurden 13 TRAXX-Lokomotiven für den RegioJet-Pool (388 219-231) mit der Softwareversion VR01.5 ausgeliefert. Die ersten sechs Lokomotiven sind seit November 2024 auf dem tschechischen Schienennetz im Einsatz, nachdem sie von den Tschechischen Staatsbahnen eine Genehmigung für den Testbetrieb erhalten haben. Die übrigen sieben Lokomotiven haben nun die internationale Zulassung erhalten und werden nach und nach auch außerhalb der Tschechischen Republik in Betrieb genommen.
Die Flotte der Traxx-Klasse 388, die von ČD Cargo und RegioJet betrieben wird und noch mit der Software VR01.2 ausgestattet ist, die einen Betrieb ohne ETCS ermöglicht, wird nun auf VR01.5 umgestellt. Die von Metrans betriebenen Fahrzeuge der Baureihe 386 werden mit Onvia Cab (ehemals Atlas) On-Board-Units ausgestattet.