Wie die Rail Cargo Group nicht kranbare Sattelauflieger in den kombinierten Verkehr integriert

Wie die Rail Cargo Group nicht kranbare Sattelauflieger in den kombinierten Verkehr integriert
© Rail Cargo Group
Die Initiative zielt auf den großen Anteil von Sattelanhängern auf europäischen Straßen ab, von denen die meisten nicht für den vertikalen Transport ausgelegt sind.

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG ) hat mit r2L, ISU und ROLA drei Systeme eingeführt, die den Transport von nicht kranbaren Anhängern und vollen LKWs im intermodalen Verkehr ermöglichen.

Das r2L-System (RoadrailLink) ermöglicht es, nicht kranbare Anhänger mit Hilfe einer speziellen Plattform, die zusammen mit dem Anhänger gekrankt wird, auf Standard-Intermodal-Waggons zu heben. RCG ist jetzt ein zertifizierter Netzwerkpartner für diese Technologie und gehört damit zu einer Gruppe von Betreibern, Terminals und Eisenbahngesellschaften, die diesen Service anbieten. Der Vorgang erfordert keine Rampen und kann in fünf Minuten abgeschlossen werden. r2L wird derzeit zwischen Deutschland, den Benelux-Ländern und Rumänien eingesetzt.

Eine weitere Lösung, vor allem auf der TransFER-Strecke Wels-Triest, bietet die ISU (Innovative Semitrailer Handling Unit): Bei diesem System werden die Anhänger über eine Rampe auf eine Hebevorrichtung gefahren. Nach dem Abkoppeln heben Radgreifer den Anhänger auf einen Taschenwagen. RCG setzt ISU auf diesem Korridor seit mehr als einem Jahrzehnt ein und betreibt sechs Rundläufe pro Woche. Der Dienst ist Teil einer trimodalen Logistikkette, die Europa und die Türkei über Straße, RoRo-Fähre und Schiene miteinander verbindet.

ROLA (Rollende Landstraße) ist die dritte Möglichkeit, bei der ganze Lkw auf Niederflurwagen transportiert werden. Die Fahrer begleiten ihre Fahrzeuge in mitgeführten Bussen. Dieser Dienst zielt in erster Linie darauf ab, den Schwerlastverkehr auf wichtigen Transitstrecken zu reduzieren.

Alle drei Systeme funktionieren mit Standardfahrzeugen und erfordern keine Änderungen oder speziellen Anpassungen. Dies ermöglicht Straßengüterverkehrsunternehmen den Zugang zum intermodalen Verkehr ohne Investitionen in kranbare Anhänger oder zusätzliche Infrastruktur. Zu den Vorteilen gehören die Befreiung von der Straßenbenutzungsgebühr, eine höhere Nutzlastkapazität und der Zugang zu bestimmten Fahrverbotsausnahmen und -anreizen.


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