Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat den Güterverkehr zwischen Duisburg und Antwerpen sowie zwischen Linz und Antwerpen mit eigener Traktion aufgenommen und setzt auf den grenzüberschreitenden Strecken zwischen Deutschland und Belgien ihre eigenen Lokomotiven und Zugpersonal ein.
Die Änderung folgt auf die Erteilung eines belgischen Sicherheitszertifikats im Jahr 2025, das es RCG ermöglicht, Dienste in Belgien in eigener Verantwortung durchzuführen. Mit diesem Schritt werden nun beide Antwerpener Korridore durchgehend von RCG betrieben, während die Rangierarbeiten im Hafen von Antwerpen weiterhin von einem lokalen Partner übernommen werden.
RCG hat außerdem die Kapazität seiner Verbindung Duisburg–Antwerpen erhöht, indem es die wöchentlichen Rundfahrten von zwei auf drei erhöht hat. Die Verbindung verbindet das Industriegebiet Rhein-Ruhr mit den Häfen von Antwerpen und Gent und bietet Zugang zu Hochseeschifffahrtsdiensten.
Die Strecke wird sowohl für den konventionellen Wagenladungsverkehr als auch für Container zwischen 20 und 45 Fuß genutzt. Nach Angaben des Betreibers ist die Nachfrage insbesondere aus der Chemie- und Papierindustrie gestiegen.
Die Transitzeit auf der Strecke Duisburg–Antwerpen beträgt etwa 7,5 Stunden, wobei auch Gefahrgut (RID) zum Transport angenommen wird.