Über die Solidaritätskorridore zwischen der EU und der Ukraine werden 209 Millionen Tonnen transportiert

Über die Solidaritätskorridore zwischen der EU und der Ukraine werden 209 Millionen Tonnen transportiert
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Seit Februar 2026 sind die EU-Ukraine-Solidaritätskorridore nach wie vor eine wichtige Handelsader für die Ukraine, über die der Großteil der Importe und ein großer Teil der nichtlandwirtschaftlichen Exporte abgewickelt wird.

Laut dem jüngsten Bericht der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission spielen die „EU-Ukraine Solidarity Lanes“ auch im Februar 2026 weiterhin eine zentrale Rolle dabei, die ukrainische Wirtschaft mit den Außenmärkten zu verbinden. Die Korridore wurden im Mai 2022 von der EU gemeinsam mit der Ukraine und Moldawien eingerichtet, um den Warenfluss über Schiene, Straße und Binnenwasserstraßen aufrechtzuerhalten, nachdem die traditionellen Seewege der Ukraine unterbrochen worden waren.

Im Februar 2026 entfielen rund 60 % der ukrainischen Importe auf die Solidaritätskorridore, gegenüber etwa 30 % über das Schwarze Meer. Auch rund 60 % der ukrainischen Exporte nichtlandwirtschaftlicher Erzeugnisse wurden über diese Korridore abgewickelt, gegenüber etwa 50 % über das Schwarze Meer. Bei Getreide, Ölsaaten und verwandten Agrarprodukten sieht das Verhältnis anders aus: Etwa 15 % werden über die Solidaritätskorridore transportiert, 85 % über die Schwarzmeerhäfen.

Seit Mai 2022 konnten über diese Korridore rund 209 Millionen Tonnen ukrainischer Güter exportiert werden. Darunter fallen schätzungsweise 98 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse, davon rund 91 Millionen Tonnen Getreide, Ölsaaten und verwandte Produkte, sowie etwa 111 Millionen Tonnen nichtlandwirtschaftlicher Güter wie Erz, Stahl und verwandte Rohstoffe.

Auch auf der Importseite waren die Auswirkungen beträchtlich. Im gleichen Zeitraum ermöglichten die „Solidarity Lanes“ den Transport von rund 100 Millionen Tonnen Gütern in die Ukraine, darunter Kraftstoffe, Fahrzeuge, Düngemittel, militärische Güter und humanitäre Hilfe. Wertmäßig wird das Handelsvolumen über diese Korridore auf rund 270 Milliarden Euro geschätzt, darunter etwa 72 Milliarden Euro an ukrainischen Exporten und rund 198 Milliarden Euro an Importen in die Ukraine.

Für den europäischen Güterverkehrsmarkt insgesamt unterstreichen die Zahlen die strategische Bedeutung von Schienen-, Straßen- und Binnenschifffahrtsverbindungen als widerstandsfähige Alternativen in Zeiten geopolitischer Turbulenzen. Die „Solidarity Lanes“ sind nicht mehr nur eine vorübergehende Kriegsmaßnahme: Sie legen auch den Grundstein für die längerfristige Integration der Ukraine in den EU-Binnenmarkt, den künftigen Wiederaufbau und eine engere Verkehrsanbindung an Europa.


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