UZ Cargo Poland hat einen Testtransport von Erdölprodukten von Mockava (Litauen) nach Yahodyn (Ukraine) durchgeführt. Der Betreiber stellte einen Zug mit einer Gesamtlast von über 2.150 Tonnen Kraftstoff zusammen und übertraf damit die bisherige Höchstgrenze von 1.850 Tonnen, die auf dieser Strecke galt. Diese Steigerung wurde durch die Anwendung der Infrastrukturvorschriften der Klasse D ermöglicht, die eine Achslast von 22,5 Tonnen zulassen.
Die Strecke unterlag zuvor Beschränkungen der Klasse C, die das Gesamtgewicht pro Transport begrenzten. Durch den Wechsel zur Klasse D konnte das Transportunternehmen die Nutzlast pro Zug um etwa 16 % steigern. Dieser Standard passt den grenzüberschreitenden Korridor an die europäischen technischen Anforderungen für den Schwerlastverkehr an.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Bündelung größerer Mengen an Energieprodukten, um die Transportkosten pro Tonne zu senken. Dabei wird die Bahnverbindung zwischen dem litauischen Umschlagterminal und der ukrainischen Grenze genutzt. Dieser Korridor dient als Hauptverkehrsader für die Brennstofflieferungen aus den baltischen Raffinerien in die Ukraine.