Der kombinierte Verkehr wächst trotz Beeinträchtigungen

Der kombinierte Verkehr wächst trotz Beeinträchtigungen
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Der europäische kombinierte Verkehr verzeichnete 2025 trotz erheblicher Beeinträchtigungen in Deutschland ein Wachstum; laut UIRR stiegen sowohl die Transportaufträge als auch die Tonnenkilometer.

Der in Brüssel ansässige Verband schloss das Geschäftsjahr 2025 mit gemischten Ergebnissen ab: ein bescheidenes Gesamtwachstum, eine starke Inlandsleistung in Frankreich, aber erhebliche Einbußen beim intermodalen Verkehr in Deutschland.

Nach Angaben der UIRR, der Internationalen Vereinigung für den kombinierten Verkehr Schiene-Straße, stieg die Zahl der beförderten Sendungen im Jahr 2025 um 1,5 % und entsprach damit in etwa dem BIP-Wachstum der EU. Die Tonnenkilometer stiegen mit 2,2 % etwas schneller an.

Die Ergebnisse fielen europaweit gemischt aus. Die UIRR verwies auf eine starke Entwicklung im französischen Binnen-Kombinierten Verkehr, die durch neue Terminals und neue Verbindungen gestützt wurde. Gleichzeitig verzeichnete Deutschland einen erheblichen Rückgang des intermodalen Verkehrsaufkommens im Binnen- und Transitverkehr, was größtenteils auf Infrastrukturbeeinträchtigungen und Bauarbeiten an den Verkehrskorridoren zurückzuführen war.

„Ein schwieriges und herausforderndes Jahr führte zu einem Wachstum, das mit dem europäischen BIP Schritt hielt. Hätte es in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern nicht zu den massiven Störungen gekommen, hätte das Ergebnis noch besser ausfallen können“, sagte Ralf-Charley Schultze, Generaldirektor der UIRR. Er fügte hinzu, dass die UIRR-Gemeinschaft darauf hinarbeite, dass „der intermodale Schienengüterverkehr nahtlos in kombinierte Transportketten von Tür zu Tür eingebunden wird“.

Die Sanierung der deutschen Korridore, auch als „Generalsanierung“ bekannt, bleibt eines der Hauptanliegen der Branche. Michail Stahlhut, CEO der Hupac-Gruppe und bis Ende 2025 Vorsitzender der UIRR, warnte davor, dass monatelange vollständige Sperrungen und begrenzte Ausweichkapazitäten erhebliche Kosten und operative Risiken für die Betreiber des kombinierten Verkehrs mit sich bringen.

Laut Stahlhut kann ein Umweg von 500 Kilometern die Reisezeit um etwa 12 Stunden verlängern, wodurch die Fahrzeuge und die Fracht der Kunden einen zusätzlichen Tag lang blockiert sind. Er bezeichnete längere vollständige Sperrungen als schädlich aus makroökonomischer Sicht, da Güter entweder gar nicht oder nur mit erheblichen Verzögerungen transportiert werden können.

Die Generalversammlung der UIRR bestätigte zudem eine Veränderung im Verwaltungsrat. Stahlhut scheidet aus dem Verwaltungsrat aus, während Britta Weber, seine Nachfolgerin an der Spitze der Hupac-Gruppe, mit Wirkung zum 1. Juli 2026 zum Mitglied des UIRR-Verwaltungsrats gewählt wurde.

Jürgen Albersmann, Geschäftsführer von Contargo und derzeitiger Vorsitzender des UIRR-Vorstands, erklärte, dass der Ausbau intermodaler Lieferketten nach wie vor von entscheidender Bedeutung sei, um die europäischen industriellen Produktionsnetzwerke miteinander zu verbinden und die Bürger durch nachhaltigen Transport zu versorgen.


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