Der Vorfall, der sich am Montagabend, den 20. Mai, zwischen Vegårshei und Skorstøl ereignete, hat auf einer Strecke von 11,5 Kilometern zu erheblichen Schäden geführt.
Die Entgleisung wurde auf einen Achsbruch an einer der Lokomotiven des Zuges zurückgeführt, wodurch etwa 18 000 Schwellen beschädigt wurden. Bis Sonntag, den 26. Mai, hatten die Mitarbeiter rund 7 500 Schwellen ausgetauscht, doch die Reparatur der restlichen Schwellen und die Anpassung der Gleislage dauern an.
Bane NOR, die für die Eisenbahninfrastruktur zuständige Organisation, hat ein spezielles Projektteam für die Leitung der Reparaturen mobilisiert. Zu diesem Team gehören sowohl interne Mitarbeiter als auch externe Auftragnehmer von Banefjell AS. Die Wiederherstellungsarbeiten konzentrieren sich darauf, die Stabilität und Sicherheit der Bahnstrecke zu gewährleisten, bevor sie wieder für den Verkehr freigegeben wird.
Der Abtransport der entgleisten Lokomotive und der Waggons wurde in der Nacht zum Mittwoch, den 22. Mai, abgeschlossen. Derzeit werden neue Schwellen aus einer Fabrik in Hønefoss und einem Lager in Kristiansand transportiert, wobei in Bjorvatn ein Zwischenlager eingerichtet wurde, um eine effiziente Verteilung in die Schadensgebiete zu ermöglichen.
Bane NOR betont, dass die Sicherheit weiterhin oberste Priorität hat und der Verkehr erst wieder aufgenommen wird, wenn die Reparaturen alle Sicherheitsstandards erfüllen. In der Zwischenzeit hat Go-Ahead einen Busverkehr zwischen Kristiansand und Gjerstad eingerichtet, um die Fahrgäste zu befördern. Der Zugverkehr zwischen Stavanger und Kristiansand sowie zwischen Gjerstad und Oslo S wird fortgesetzt, allerdings sind Verspätungen möglich.
Das Ausmaß der Reparaturen unterstreicht die Komplexität der Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur und die Herausforderungen, die unerwartete Zwischenfälle mit sich bringen. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen ist es, den normalen Betrieb auf der Sørlandsbanen-Strecke so schnell und sicher wie möglich wiederherzustellen.