Ein starkes Unwetter am 12. August 2024 liess den Millibach über die Ufer treten, was zu erheblichen Murgängen und Infrastrukturschäden führte, unter anderem am einen Kilometer langen Brienzertunnel.
Die Zentralbahn ist eine unabhängige Tochtergesellschaft der SBB (66 %), des Bundes (16,1 %), des Kantons Nidwalden (11,8 %), des Kantons Obwalden (5,0 %), der Gemeinde Engelberg (1,0 %) und einiger anderer (0,1 %). Sie betreibt zwei Verbindungsbahnen in der Zentralschweiz und im Berner Oberland: Die 2005 gegründete Gesellschaft besitzt und unterhält die 74 km lange Brüniglinie, die Luzern und Interlaken über den Brünigpass verbindet, sowie die 25 km lange Strecke Luzern-Stans-Engelberg. Beide Strecken sind meterspurig und verfügen über Zahnradbahntechnik für starke Steigungen, wobei die meisten Abschnitte mit konventioneller Adhäsion betrieben werden.
Die erste Schadensbewertung zeigt, dass sich Trümmer, darunter Schutt und Holz, bis zu fünf Meter hoch auf den Gleisen aufgetürmt haben. Der Wasserstand erreichte zwei Meter über dem Gleis, was zu erheblichen Schäden an elektrischen Systemen und anderen Sicherheitseinrichtungen führte. Die Reparaturen werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen und die Beseitigung der Trümmer, die Neuverlegung der Gleise und die Wiederherstellung der beschädigten elektrischen Anlagen erfordern.
Aufgrund der Schäden bleibt die Bahnlinie zwischen Brienz und Interlaken geschlossen, und es wurde ein Busersatzverkehr zwischen Meiringen und Interlaken Ost eingerichtet. Mehrere Bahnhöfe, darunter Oberried, Ebligen und Brienz West, sind jedoch aufgrund der anhaltenden Störungen derzeit nicht zugänglich.
Der Rest des Zentralbahnnetzes verkehrt trotz dieser Beeinträchtigungen weiterhin nach dem regulären Fahrplan. Fahrgästen, die von Luzern nach Interlaken reisen, wird empfohlen, über Bern zu fahren, um das betroffene Gebiet zu umgehen.