Der Rahmenvertrag im Wert von 6,3 Milliarden Euro umfasst die digitale Stellwerkstechnik (DSTW), das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) sowie integrierte Leit- und Betriebssysteme.
An dem Vertrag sind MerMecDeutschland, Hitachi Rail GTS Deutschland, Alstom und Siemens Mobility in Partnerschaft mit Leonhard Weiss beteiligt. Im Rahmen der Vereinbarung hat sich die DB verpflichtet, bis Ende 2028 15.500 Steuergeräte zu beschaffen, wobei sich die Umsetzung bis 2032 erstreckt. Die ersten Aufträge im Wert von mehreren Millionen Euro werden im Frühjahr 2025 erwartet.
Der Rahmenvertrag legt vordefinierte Beschaffungsvolumina fest, so dass die Lieferanten Investitionen planen, Kapazitäten aufbauen und standardisierte Plattformlösungen implementieren können. Die DB hat sich zu einer festen Anzahl von Abrufaufträgen während der Vertragslaufzeit verpflichtet, während die Lieferanten Ressourcen vorhalten und standardisierte technische Schnittstellen übernehmen müssen.
Das Beschaffungsmodell zielt darauf ab, die Projektlaufzeiten zu verkürzen. Bisher dauerte der Prozess der Inbetriebnahme, Planung und Installation von Leit- und Sicherheitstechnik in der Regel rund acht Jahre. Mit dem neuen Ansatz soll diese Zeitspanne verkürzt werden.
Der Anteil von Alstom an diesem Vertrag umfasst mindestens 1.890 Steuereinheiten mit einem Auftragswert von über 600 Millionen Euro. Das Unternehmen wird digitale Stellwerks- und Leittechnik integrieren, die mit den ETCS-Standards kompatibel ist. Die Aufträge werden in mehreren Phasen zwischen 2025 und 2028 erteilt, wobei die Fertigstellung bis 2032 geplant ist.
Die Beteiligung von Hitachi Rail an der Rahmenvereinbarung umfasst digitale Stellwerke, ETCS-Signalisierung und ein integriertes Leit- und Betriebssystem. Als Vertragsnehmer kommt das Unternehmen für zukünftige digitale Bahnprojekte in Deutschland in Frage.
Siemens Mobility, in Zusammenarbeit mit Leonhard Weiss, und MerMec Deutschland werden in diesem Rahmen auch die Leit- und Sicherungstechnik liefern und installieren.
Die Vereinbarung soll die Beschaffungs- und Umsetzungsprozesse straffen und das frühere System der vielen Einzelverträge für separate Projekte ersetzen. Das Modell kann auf andere Bereiche der Infrastrukturmodernisierung der DB übertragen werden.