UPDATE Tschechien: ETCS-Ausfall hat den Zugverkehr für mehrere Stunden unterbrochen

UPDATE Tschechien: ETCS-Ausfall hat den Zugverkehr für mehrere Stunden unterbrochen
© Ministry of Transport
Der Eisenbahnbetrieb auf den Korridorstrecken in der Tschechischen Republik war seit Samstagmorgen durch einen großflächigen Ausfall der Signalanlagen erschwert worden.

Nach dem ETCS-Ausfall am Morgen mussten die Züge aus Sicherheitsgründen vorsorglich angehalten werden. Nach und nach wurde der Betrieb auf das ursprüngliche Signalsystem umgestellt, das vor dem 1. Januar dieses Jahres in Betrieb war. Darüber hinaus mussten die Züge mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 100 km/h fahren.

Der Betrieb war im Fern- und Regionalverkehr eingeschränkt. Die Züge hatten Verspätung, teilte die staatliche Eisenbahngesellschaft České dráhy (Tschechische Bahnen) auf X mit:

"Die Fahrgäste werden gebeten, unsere Website oder die My-Train-App auf dem Laufenden zu halten", teilte das Unternehmen mit und fügte hinzu, dass Správa železnic (Betreiber der nationalen und regionalen Eisenbahninfrastruktur) intensiv an der Behebung der Situation arbeite.

Laut Martin Kavka, einem Sprecher der Bahnfeuerwehr, war die Ursache eine Störung des GSM-R-Signals, das von einem externen Anbieter verwaltet wird, so der Sprecher gegenüber tschechischen Medien.

Nach dem Ausfall des GSM-R-Signals am Morgen ist das ETCS-System wieder in Betrieb und wird nach und nach wiederhergestellt, teilte České dráhy am X gegen 11 Uhr mit:

"Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen auf den Zugverkehr ist die Stabilisierung des Fern- und Regionalverkehrs im Gange. Die Fahrdienstleiter arbeiten hart daran, die Verspätungen zu minimieren", teilte die tschechische nationale Eisenbahngesellschaft mit.

"Wir können einen Cyberangriff ausschließen, das ist eine gute Nachricht", sagte Verkehrsminister Kupka nach dem Mittag dem tschechischen Fernsehen. Ihm zufolge lag das Problem im Kommunikationsteil des Systems, das sowohl für die ETCS-Sicherheit als auch für den Betrieb der Züge in der Tschechischen Republik im Allgemeinen verwendet wird. "Ende letzten Jahres gab es einen erheblichen Ausfall in Norwegen und auch an mehreren Orten in Deutschland. Es ist wichtig, dass dies nicht zu einer Lähmung des gesamten Systems in der Tschechischen Republik geführt hat", so der Minister. Am Montag wird ein Treffen stattfinden, bei dem es darum geht, wie ähnliche Ausfälle verhindert werden können. "Wir werden auch mit Partnern im Ausland zusammenarbeiten", fügte Kupka hinzu.

Das vollwertige ETCS-System wird in der Tschechischen Republik seit diesem Jahr schrittweise eingeführt. In der Endphase soll das ETCS rund 50.000 Züge pro Monat überwachen. In der Anfangsphase betrifft dies vor allem Schlüsselabschnitte der Hauptkorridore, die mehr als 42 Prozent des Zugverkehrs in der Tschechischen Republik ausmachen.


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