Die Finanzierung umfasst den Austausch von Weichenverbindungen und die Installation neuer Signalanlagen, um die Fahrzeiten zu verkürzen und den Betrieb in die künftige Fahrplanstruktur der DB zu integrieren.
Die Maßnahme folgt einer Abstimmung zwischen DB InfraGO und dem Freistaat Bayern. Gemäß der Vereinbarung hat DB InfraGO nun die volle Verantwortung für den Planungsprozess und verpflichtet sich, alle Arbeiten an der DB-eigenen Infrastruktur, einschließlich des Bahnhofs Seligenstadt, bis 2028 abzuschließen.
Die neu geplanten Signale sollen eine zuverlässigere Ankunft des Fernverkehrs aus Bamberg und Schweinfurt in Würzburg ermöglichen und die Anbindung künftiger Regionalzüge aus Volkach an den Gesamtfahrplan erleichtern. Damit wird ein durchgängiger Regionalverkehr zwischen Volkach und Würzburg ermöglicht.
Der lokale Projektpartner, die Mainschleifenbahn-Infrastruktur-Gesellschaft (MIG), ist weiterhin für die Planung und Ausführung der Arbeiten auf der Volkacher Strecke verantwortlich. Nachdem der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Prosselsheim vorliegt, werden weitere Fortschritte bei den verbleibenden Abschnitten erwartet.
Nach den aktuellen Planungen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) wird die Strecke in das Betriebsnetz Südthüringen-Niederfranken aufgenommen. Zieltermin für die Aufnahme des Regelbetriebs ist Dezember 2028, wobei zwischen Würzburg und Volkach ein direkter Stundentakt vorgesehen ist. Für die Abschnitte zwischen Würzburg, Rottendorf und Seligenstadt ist ein Halbstundentakt vorgesehen.
Die MIG wurde im Jahr 2021 gegründet. Zu den Gesellschaftern gehören die Landkreise Kitzingen und Würzburg, die Stadt Volkach sowie die Gemeinden Markt Eisenheim und Prosselsheim. Der Verein Mainschleifenbahn betreibt weiterhin den touristischen Schienenbusverkehr auf der Strecke und unterhält die Infrastruktur als nichtstaatliche Eisenbahn.