Berichten zufolge wurde das legendäre Gokteik-Eisenbahnviadukt bei einem Konflikt zwischen der myanmarischen Junta und Widerstandskräften zerstört

Berichten zufolge wurde das legendäre Gokteik-Eisenbahnviadukt bei einem Konflikt zwischen der myanmarischen Junta und Widerstandskräften zerstört
© Vyacheslav Argenberg / Wikipedia
Die Militärverwaltung behauptet, das Gebäude sei mit Sprengstoff versehen worden.

Das Gokteik-Viadukt in Myanmar, eine Eisenbahnbrücke aus der Kolonialzeit im Shan-Staat, wurde Berichten zufolge inmitten der anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Militärjunta des Landes und den Widerstandskräften zerstört, wie CNA berichtet.

Nach offiziellen Erklärungen der Junta vom 24. August waren die Ta'ang National Liberation Army (TNLA) und die People's Defence Forces (PDF) für die Bombardierung der Brücke mit Landminen verantwortlich. Ein Sprecher der TNLA bestritt jedoch die Verantwortung und erklärte, ein Luftangriff der Junta, der für TNLA-Stellungen bestimmt war, habe stattdessen die Brücke getroffen.

Was ist das Gokteik-Viadukt?

Das Gokteik-Viadukt wurde 1901 während der britischen Kolonialherrschaft eröffnet. Das Stahlgerüst, das eine tiefe Schlucht überspannt, ragt 102 Meter in die Höhe und war einst die höchste Eisenbahnbrücke der Welt. Sie bildete einen Teil der Eisenbahnverbindung zwischen Mandalay und Lashio im nördlichen Shan-Staat und ist bis heute eine wichtige Verkehrsverbindung und Touristenattraktion.

In den sozialen Medien kursieren Bilder, die zeigen, dass Teile des Gebäudes eingestürzt sind, obwohl das Ausmaß der Schäden nicht von unabhängiger Seite bestätigt wurde.

Der Vorfall ereignete sich in einer Region, in der sich die Feindseligkeiten zwischen der Junta und bewaffneten ethnischen Gruppen verschärft haben. Die Kämpfe um die Städte Nawnghkio und Kyaukme hielten in den letzten Wochen an. Das Militär hatte zuvor behauptet, im Juli die Kontrolle über Nawnghkio zurückgewonnen zu haben.

Das Gokteik-Viadukt war nicht nur Teil der Eisenbahninfrastruktur Myanmars, sondern diente auch als Logistikroute in einer Region, die seit dem Militärputsch von 2021 vom anhaltenden internen Konflikt des Landes betroffen ist.


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