RhB und Graubünden wollen Schiene und Straße bis 2037 voneinander trennen

RhB und Graubünden wollen Schiene und Straße bis 2037 voneinander trennen
© RhB
Das Projekt ist mit 498 Mio. EUR (467,5 Mio. CHF) veranschlagt und sieht vor, bis 2037 getrennte Trassen für den Schienenverkehr, den Nationalstraßenverkehr und den Nahverkehr zu schaffen.

Die Rhätische Bahn (RhB), das Bundesamt für Strassen und der Kanton Graubünden werden die Strecke Fideris–Küblis im Schweizer Prättigau sanieren, wo sich die Bahnstrecke und die N28 derzeit den engen Talboden teilen.

Die wesentliche Veränderung ist nicht nur der Fideris-Tunnel Tunnel. Im Rahmen des Projekts wird die RhB-Strecke aus dem Talboden verlegt, damit die N28 geradliniger verlaufen und vom Ortsverkehr getrennt werden kann. Derzeit verlaufen Straße und Bahnstrecke zwischen Fideris und Küblis nebeneinander, was enge Kurven, geringere Geschwindigkeiten sowie eine Anfälligkeit für Hochwasser und Murgänge zur Folge hat.

Im Schienenverkehr umfasst die neue Trasse den 1.377 Meter langen, eingleisigen Fideris-Tunnel, neue Brückenbauwerke und einen Anschluss an den bestehenden zweigleisigen Abschnitt vor Küblis. Derzeit sind die Züge der RhB auf diesem Abschnitt auf 45 km/h begrenzt; die neue Infrastruktur wird Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h ermöglichen und die Fahrzeiten um mehr als zwei Minuten verkürzen.

Für den Straßenverkehr sieht das Projekt eine getrennte Trasse der Bundesstraße N28 sowie eine Ortsstraße vor. Die N28 wird auf dem gesamten Abschnitt für eine Geschwindigkeit von 80 km/h ausgelegt, während der Ortsverkehr nicht mehr mit dem Durchgangsverkehr vermischt wird. Die Ortsstraße dient zudem als Ausweichroute bei Baumaßnahmen oder Störungen auf der Bundesstraße.

Das Projekt umfasst sieben neue oder ersetzte Eisenbahn- und Straßenbrücken, darunter die künftige Äuli-Brücke am östlichen Ende des Fideris-Tunnels. Eine denkmalgeschützte Brücke wird saniert. Die neuen Bauwerke sind so konzipiert, dass sie den Anforderungen des Hochwasserschutzes entsprechen.

Der Bahnhof Fideris wird im Jahr 2030 aufgrund der Bauarbeiten geschlossen. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude wird verlegt und erhalten bleiben.

Von den insgesamt 498 Mio. EUR (467,5 Mio. CHF) des Budgets sind 318 Mio. EUR (298,5 Mio. CHF) für die Eisenbahninfrastruktur und 180 Mio. EUR (CHF 169 Mio. CHF) für die Straßeninfrastruktur vorgesehen. Die Vorarbeiten sind für 2028 geplant, der Ausbruch des Haupttunnels für 2029–2032, die Inbetriebnahme des Eisenbahntunnels für 2034 und die Fertigstellung der N28 sowie der Ortsstraße für 2037.


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