Der intermodale Güterverkehr in Europa behauptet, er sei in einer starken Position, um eine größere Rolle bei der militärischen Mobilität zu spielen. Er schlägt vor, die bestehenden Netze des kombinierten Verkehrs zu nutzen, um schweres Gerät, Rohstoffe und gefährliche Güter sicher über Grenzen hinweg zu transportieren.
In einem neuen Positionspapier, das nach einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Verkehr (TRAN) und für Sicherheit und Verteidigung (SEDE) des Europäischen Parlaments am 1. September veröffentlicht wurde, argumentiert die Internationale Vereinigung für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße (UIRR), dass ihr Netz mit 1.000 Terminals und 500 täglichen Zugabfahrten den Anforderungen der Verteidigung gerecht werden kann.
"Der Kombinierte Verkehr als Rückgrat des europäischen Verkehrssystems bietet die effektivste Möglichkeit, militärische Schwerguttransporte auf der Schiene zu ermöglichen, um die Straßeninfrastruktur zu schonen und gleichzeitig eine sichere und zuverlässige Logistikleistung zu erbringen", so UIRR-Generaldirektor Ralf-Charley Schultze.
Der Verband betonte, dass intermodale Terminals sichere Standorte für den Umschlag gefährlicher Güter sind und dass Europas umfangreicher Wagenpark - einschließlich Flach- und Taschenwagen für gummibereifte Fahrzeuge - eine breite Palette militärischer Güter aufnehmen kann. Er fügte hinzu, dass die Betreiber in der Lage sind, kurzfristig grenzüberschreitende Ad-hoc-Züge zu organisieren.
Die UIRR fordert die EU-Institutionen auf, die Rolle des Kombinierten Verkehrs zu stärken:
- Änderung der Durchführungsverordnung über Infrastrukturen mit doppeltem Verwendungszweck zur Einbeziehung von Umschlaggeräten an Terminals,
- die Priorisierung von Terminalausbauten im Rahmen der TEN-V-Verordnung und
- die Anerkennung von Betreibern des kombinierten Verkehrs als "kritische Einrichtungen" im Sinne der EU-Resilienzrichtlinie.
Die Gruppe argumentiert, dass solche Maßnahmen den Kombinierten Verkehr sowohl als wettbewerbsfähige Frachtoption als auch als strategischen Pfeiler für die europäische Verteidigungslogistik stärken würden.