Das Terminal mit dem offiziellen Namen Terminal Multimodal Cancun wird südlich des internationalen Flughafens Cancun und in der Nähe des geplanten Passagierbahnhofs gebaut, berichtet Mexico Business News.
Der 18-monatige Bauplan wird von dem staatlichen Unternehmen Tren Maya unter der Aufsicht des Verteidigungsministeriums (SEDENA) durchgeführt. Die öffentlichen Investitionen in das Terminal werden auf 7,76 Mrd. MX$ (ca. 413 Mio. EUR) veranschlagt.
Nach der Entschließung von SEMARNAT leben in dem Gebiet 12 als gefährdet eingestufte Arten - doppelt so viele wie ursprünglich in der Umweltverträglichkeitserklärung (MIA) vom März 2025 angegeben. Dazu gehört auch der Ocellatruthahn, ein auf der Halbinsel Yucatan endemischer Vogel. Die Entscheidung bestätigte die Bedenken der Nationalen Kommission für Naturschutzgebiete (CONANP), die die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Wildtierquerungen in Frage stellte.
Das Frachtterminal wird 28 Einrichtungen umfassen, darunter Lagerhäuser, Zollinfrastruktur, ein Lager für gefährliche Abfälle und eine Tankinfrastruktur. Er wird an den Abschnitt 5 des Maya-Zugs in Richtung Playa del Carmen und den Abschnitt 4 in Richtung Mérida und Campeche angeschlossen. Für zwei geplante Dieseltanks mit einer Gesamtkapazität von 240.000 Litern ist eine separate Genehmigung der Agentur für Sicherheit, Energie und Umwelt (ASEA) erforderlich.
Das Projekt wurde von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Greenpeace México kritisiert, die das Terminal als Beweis dafür bezeichneten, dass sich der Tren Maya vom Personenverkehr auf eine kommerzielle Nutzung verlagert. Umweltgruppen haben Bedenken hinsichtlich der Abholzung ökologisch sensibler Gebiete und der Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und indigenes Land geäußert.
Während SEDENA mit der Umsetzung fortfährt, steht das Projekt weiterhin im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte über das Gleichgewicht zwischen Infrastrukturentwicklung und Umweltschutz in der Region Yucatán.