Innsbruck startet Bahnhofs- und Güterumbau

Innsbruck startet Bahnhofs- und Güterumbau
© ÖBB / Berger
In Innsbruck haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Die ÖBB beginnen mit dem seit langem geplanten Umbau des Hauptbahnhofs und der angrenzenden Güteranlagen.

Die ÖBB haben mit der ersten Phase des Umbaus des Innsbrucker Hauptbahnhofs begonnen und damit den Weg für eine vollständige Erneuerung des Bahnhofsbereichs geebnet. Die Arbeiten folgen einer im vergangenen Monat getroffenen Vereinbarung zwischen den ÖBB, dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck. Anlass für das Projekt sind die steigende Nachfrage nach Schienenfahrzeugen, die bevorstehende Inbetriebnahme des Brenner-Basistunnels und die Notwendigkeit, Infrastruktur zu ersetzen, die das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht hat.

Als Teil der zentralen Nord-Süd-Achse des TEN-T Skandinavien-Mittelmeer-Korridors ist Innsbruck ein wichtiger Knotenpunkt sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Der Umbau soll sicherstellen, dass der Knotenpunkt das künftige internationale Wachstum bewältigen kann und gleichzeitig die mit dem Brennerkorridor verbundenen Ziele der Verkehrsverlagerung unterstützt.

Bevor neue Gleise und Bahnsteige gebaut werden können, müssen die ÖBB im zentralen Bereich der Mittelinsel zwischen dem Hauptbahnhof und dem Güterbahnhof Platz schaffen. In diesem Bereich befinden sich derzeit Ladegleise, Rampen, Lagerhallen und Betriebsgebäude, die alle zurückgebaut werden, um Montage- und Logistikflächen für die kommenden Bauphasen zu schaffen.

Die Aufrechterhaltung eines ungestörten Bahnbetriebs wird als essentiell angesehen. Auch während des Abbruchs und der Neuordnung der güterverkehrsseitigen Infrastruktur ist es das Ziel der ÖBB, den gesamten Personenverkehr - und auch eventuelle Schienenersatzverkehrsbusse - an Tirols wichtigstem Verkehrsknotenpunkt reibungslos zu betreiben.

Sobald der Abriss Ende 2026 abgeschlossen ist, beginnen die Bauarbeiten für neue Bahnhofsgleise und deutlich breitere Bahnsteige. Geplant ist auch ein neuer Bahnsteig mit zwei Bahnsteigkanten, der aufgrund des anhaltenden Wachstums des Regional- und Fernverkehrs zusätzliche Kapazitäten schafft. Die Hauptbauarbeiten werden nach Angaben der ÖBB voraussichtlich bis Mitte der 2030er Jahre dauern.

SCHLÜSSELZIFFERN

  • Abrissphase: Oktober 2025 - Ende 2026
  • Umzug von 2.000 m² Laderampe
  • 11.100 m² Gebäudeabbruch
  • 700 m Gleisabbau + eine Weiche
  • Güterverkehrszone: "Mittelinsel" für Logistikstandort freigegeben
© ÖBB / Gasser-Mair
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