In Schottland haben schwere Schneefälle und starke Winde zur Schließung mehrerer Bahnstrecken im Norden und Nordosten geführt.
Die Strecken zwischen Aberdeen und Dundee, Aberdeen und Inverness, Inverness und Wick/Thurso sowie die Strecke nach Kyle of Lochalsh werden voraussichtlich nicht vor Montag, 5. Januar, mittags wieder geöffnet.
Schneepflüge wurden eingesetzt, um die Gleise zu räumen, aber Schneeverwehungen behinderten weiterhin den Fortschritt. Für weite Teile der Region wurden Wetterwarnungen für Schnee und Eis herausgegeben, und das Bahnpersonal blieb in Bereitschaft, um auf wechselnde Bedingungen zu reagieren. Den Fahrgästen wurde geraten, ihre Fahrten im Voraus zu überprüfen, da es zu Ausfällen und Verspätungen kommen kann.
In Italien hat die Rete Ferroviaria Italiana (RFI) ihren landesweiten Schnee- und Eisplan für das gesamte Netz aktiviert. Das Programm basiert auf meteorologischen Vorhersagen und Katastrophenschutzwarnungen und ist in progressive Betriebsphasen unterteilt. Zu den Maßnahmen gehören beheizte Weichen, Spezialausrüstungen für die Schnee- und Eisbeseitigung und eine verstärkte Personalbesetzung an wichtigen Netzstandorten, insbesondere in den großen städtischen Gebieten. Die Betriebsleitzentralen überwachen die Bedingungen in Echtzeit, koordinieren die Maßnahmen und steuern die Anpassung der Dienste. RFI hat auch Maßnahmen zur frühzeitigen Kommunikation eingeführt, um die Fahrgäste über geplante Serviceänderungen bei schlechtem Wetter zu informieren.
Auch der Bahnverkehr in den Niederlanden wurde durch Schneefall und Frost stark beeinträchtigt. Weichenausfälle verursachten erhebliche Störungen, insbesondere in der Region Amsterdam, rund um den Flughafen Schiphol und in Utrecht, wo der Verkehr den größten Teil des Montags stark eingeschränkt oder eingestellt war.
Im Personen- und Güterverkehr kam es landesweit zu Verspätungen und Zugausfällen, und für die Hauptreisezeiten werden weitere Schneefälle vorhergesagt. Der Infrastrukturbetreiber ProRail setzte zusätzliche Schneeräum- und Notfallteams ein, während Betreiber wie NS, Arriva und Keolis ihre Fahrpläne anpassten.
Den Reisenden wurde empfohlen, kurz vor der Abreise die Reiseplaner zu konsultieren und zusätzliche Reisezeit einzuplanen.
In allen betroffenen Ländern betonten die Eisenbahnbehörden, dass Sicherheitsaspekte für die betrieblichen Entscheidungen ausschlaggebend seien und der Verkehr erst wieder aufgenommen werde, wenn die Infrastrukturbedingungen einen sicheren Betrieb zuließen.