Zwei Entgleisungen von Güterzügen beeinträchtigen den Verkehr auf den litauischen Hauptstrecken und im Rail-Baltica-Korridor

Zwei Entgleisungen von Güterzügen beeinträchtigen den Verkehr auf den litauischen Hauptstrecken und im Rail-Baltica-Korridor
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Die Litauische Eisenbahn (LTG) untersucht zwei Güterzugentgleisungen, die sich innerhalb von drei Tagen in Gudžiūnai in Zentrallitauen und in Jiesia bei Kaunas ereignet haben.

Die Vorfälle betrafen sowohl das 1.520-mm-Breitspurnetz als auch den 1.435-mm-Normalspurkorridor, der für die Rail Baltica und den internationalen Güterverkehr genutzt wird.

In beiden Fällen wurden keine Verletzten gemeldet.

Gudžiūnai: Schotterwaggons entgleisen auf der Hauptstrecke Ost–West

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Am Bahnhof Gudžiūnai (Bezirk Kėdainiai) entgleisten drei mit Schotter beladene Güterwagen und blockierten beide Gleise auf einer der wichtigsten Eisenbahnstrecken Litauens.

Der Vorfall führte zu Verkehrsbeeinträchtigungen auf mehreren Hauptverkehrsstraßen:

  • Vilnius–Klaipėda
  • Vilnius–Šiauliai
  • Kaunas–Šiauliai
  • Vilnius–Riga–Valga

Insgesamt waren 23 Personenzüge betroffen, wovon etwa 3.800 Fahrgäste in Mitleidenschaft gezogen wurden. Während der Verkehrsunterbrechung wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet. Der Fahrkartenverkauf wurde vorübergehend eingestellt.

Die Bergung erforderte mehr als 24 Stunden Arbeit von rund 100 LTG-Mitarbeitern. Ein mit einem Schwerlastkran (Tragkraft 160–180 Tonnen) ausgestatteter Bergungszug wurde eingesetzt, um die entgleisten Waggons zu entfernen. Bei den Aufräumarbeiten wurden weitere Gleisschäden festgestellt, was die Reparaturzeit verlängerte. Ein Gleis musste umfassend repariert werden, bevor der Verkehr wieder vollständig aufgenommen werden konnte.

Der Güter- und Personenverkehr wurde anschließend wieder aufgenommen, wobei es während der abschließenden Infrastrukturarbeiten zu vereinzelten Verspätungen kam.

Die Ursache der Entgleisung wird noch untersucht.

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Jiesia: Internationaler Güterzug nach Deutschland entgleist auf einer 1.435-mm-Strecke

In Jiesia (Bezirk Kaunas) entgleisten eine Lokomotive und vier Güterwagen, die auf der Strecke von Palemonas (Litauen) nach Duisburg (Deutschland) unterwegs waren, von der Normalspurstrecke (1.435 mm).

Durch die Entgleisung wurden beschädigt:

  • Die 1.435-mm-Infrastruktur der Rail Baltica
  • Zwei nebeneinander verlaufende 1.520-mm-Breitspurgleise

Infolgedessen kam es zu vorübergehenden Verkehrsbeeinträchtigungen in Richtung Kybartai (polnische Grenze) und Marijampolė.

Zu den betroffenen Personenverkehrsdiensten gehörten:

  • Kaunas–Kybartai
  • Kaunas–Marijampolė
  • Vilnius–Moskau

Insgesamt waren 22 Personenzüge betroffen, in denen mehr als 800 Fahrgäste unterwegs waren. Vierzehn Verbindungen wurden teilweise mit Busersatzverkehr abgewickelt, während acht Züge auf geänderten Strecken mit geringfügigen Verspätungen verkehrten.

Der Transitverkehr mit Personenzügen durch Litauen wurde eingestellt, und in einigen Fällen kehrten die Züge zu ihren Abfahrtsbahnhöfen zurück. Der Transitverkehr wurde wieder aufgenommen, nachdem die Strecke geräumt worden war.

Die Teams von LTG arbeiteten die ganze Nacht hindurch, um die Notfallwiederherstellung abzuschließen. Der Personen- und Güterverkehr wurde wieder aufgenommen, nachdem die Hauptsicherung und die Gleisreparaturen abgeschlossen waren.

Die Ursache für die Entgleisung ist noch nicht geklärt.

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Auswirkungen auf das Netzwerk und Untersuchung

Die beiden Vorfälle ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit und wirkten sich sowohl auf den inländischen Personenverkehr als auch auf internationale Güterverkehrskorridore aus, darunter die „Rail Baltica“-Strecke sowie Verbindungen zwischen Litauen und Polen sowie Deutschland.

LTG hat eine interne Untersuchungsgruppe gebildet, um die technischen und betrieblichen Ursachen beider Entgleisungen zu ermitteln. Im Rahmen der Untersuchung werden auch der Zustand der Infrastruktur, die Sicherheitsanforderungen und mögliche Präventivmaßnahmen geprüft.

Erste Einschätzungen deuten in beiden Fällen auf erhebliche Infrastrukturschäden hin, insbesondere in Gudžiūnai, wo nach der Bergung der Waggons Gleisbauteile ausgetauscht werden mussten.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden noch nicht veröffentlicht.

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