Polen bereitet die Stromversorgung für die Hochgeschwindigkeitsbahn vor

Polen bereitet die Stromversorgung für die Hochgeschwindigkeitsbahn vor
© CPK
Centralny Port Komunikacyjny hat eine Ausschreibung für Traktionsunterwerke veröffentlicht, die die künftigen Hochgeschwindigkeitsstrecken von Warschau nach Łódź und Wrocław mit Strom versorgen sollen.

Der „Centralny Port Komunikacyjny“ (CPK) hat ein wettbewerbliches Dialogverfahren für den Bau von Traktionsunterwerken für das künftige polnische Hochgeschwindigkeitsbahnnetz eingeleitet, das die Streckenabschnitte zwischen Warschau und Łódź sowie zwischen Łódź und Wrocław umfasst.

Die Ausschreibung folgt auf die mit Polskie Sieci Elektroenergetyczne (PSE) unterzeichneten Netzanschlussvereinbarungen und ist Teil des umfassenderen Eisenbahninvestitionsprogramms von Port Polska. Bewerbungen für die Teilnahme am Dialog können bis zum 15. Juni eingereicht werden.

Der Rahmenvertrag umfasst die Planung und den Bau von drei Traktionsunterwerken. Zwei davon werden die Bahnstrecke 85 zwischen Warschau, dem künftigen Flughafen und Łódź versorgen; ihre Standorte befinden sich in der Nähe des geplanten Flughafens sowie nordöstlich von Łódź in Dmosin. Ein drittes Unterwerk in Kuźnica–Czajków wird die künftige Strecke in Richtung Wrocław auf der Bahnstrecke 86 zwischen Sieradz und Wrocław versorgen.

Die Vereinbarung sieht zudem eine Option für zwei weitere Umspannwerke in Pabianice und Dziadowa Kłoda vor. Sollte diese Option in Anspruch genommen werden, würde der Auftragnehmer insgesamt fünf Umspannwerke errichten.

Die Umspannwerke werden für das 2×25-kV-Wechselstrom-Traktionsnetz ausgelegt, das erstmals im polnischen Eisenbahnnetz eingeführt wird. Das System soll die Stromversorgung für Hochgeschwindigkeitszüge gewährleisten, die mit bis zu 350 km/h verkehren.

Der Auftrag wird schlüsselfertig ausgeführt, einschließlich Bauplanung und Ausführungsplanung, Genehmigungen, Bauarbeiten, Zertifizierung und Inbetriebnahme. CPK plant, bis zu sieben Auftragnehmer oder Konsortien für die Dialogphase in die engere Wahl zu nehmen.

Die Anlagen werden über das von PSE betriebene 400-kV- und 220-kV-Übertragungsnetz versorgt. Das übergeordnete Steuerungs- und Überwachungssystem für die Traktionsstromversorgung wird sowohl die Umspannwerke als auch die zugehörige Infrastruktur abdecken.

Die neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken im Rahmen des Programms „Port Polska“ werden zwei Stromversorgungsstandards nutzen: 3 kV Gleichstrom auf konventionellen Abschnitten und 2×25 kV Wechselstrom auf der künftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Y-Form, die Warschau, Łódź, Posen und Breslau verbindet.

CPK führt bereits wettbewerbliche Dialogverfahren für zwei Bauabschnitte der Strecke Warschau–Łódź durch: Kotowice – Flughafenkreuzung und Flughafenkreuzung – Bolimów.

Nach dem aktuellen Zeitplan soll die Strecke Warschau – Neuer Flughafen – Łódź im Jahr 2032 in Betrieb genommen werden, wobei die Hochgeschwindigkeitsverbindungen voraussichtlich bis 2035 bis nach Posen und Breslau reichen werden.


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