Die Deutsche Bahn hat mit den ersten Arbeiten für eine neue Güterbahnstrecke entlang der A5 im Rheintal begonnen.
Was das bedeutet: Die DB beginnt mit dem baulichen Ausbau einer eigenen Güterverkehrsstrecke auf einem der wichtigsten Nord-Süd-Eisenbahnkorridore Europas. Die neuen Gleise sollen den Güterverkehr von der bestehenden Rheintalbahn, die durch Ortschaften führt, verlagern und Kapazitäten für den Personenverkehr auf der bestehenden Strecke freisetzen.
Die ersten Arbeiten betreffen noch nicht den Gleisbau. Die DB beginnt mit Brücken und vorbereitenden Bauwerken, darunter Überführungen über den Feuerbach bei Teningen-Nimburg. Diese Bauwerke sind notwendig, da die künftige Güterbahnstrecke parallel zur Autobahn A5 verlaufen und lokale Straßen, Wasserwege sowie bestehende Infrastruktur kreuzen wird.
Der Abschnitt Riegel–March ist Teil des umfassenden Ausbaus des Korridors Karlsruhe–Basel auf vier Gleise. Im Rahmen des Projekts wird die bestehende Rheintalstrecke um zwei Gleise erweitert, wobei Güter- und Personenverkehr soweit möglich voneinander getrennt werden. Die DB bezeichnet die Strecke Karlsruhe–Basel als den deutschen Abschnitt der Rhein-Alpen-Achse zwischen Rotterdam und Genua.
Für Güterbahnunternehmen ist die Kapazität der entscheidende Faktor. Der Korridor Karlsruhe–Basel stellt einen Engpass auf der Strecke von den Nordseehäfen durch Deutschland und die Schweiz nach Norditalien dar. Die neue Güterbahnstrecke soll es ermöglichen, mehr Güterzüge zu verkehren, ohne dabei in direkten Wettbewerb mit dem Regional- und Fernverkehr zu treten.
Das umfassendere Programm Karlsruhe–Basel soll schrittweise fertiggestellt werden. Laut den Projektinformationen der DBsollen die Neubauarbeiten bis 2035 abgeschlossen sein, während die vollständige Modernisierung der Strecke die Modernisierung von Bahnhöfen und Haltepunkten, Tunneln, eine Güterumgehungsstrecke bei Freiburg sowie künftige Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h auf den Personenverkehrsstrecken umfasst.