České dráhy kaufen 15 batterieelektrische Triebzüge von der Škoda-Gruppe

České dráhy kaufen 15 batterieelektrische Triebzüge von der Škoda-Gruppe
© Lubomír Čech / Railmarket
Die neuen Einheiten werden in der Region Mährisch-Schlesien tätig sein.

České dráhy (Tschechische Bahnen) hat die Škoda-Gruppe mit der Lieferung von 15 Doppelelektrobatteriezügen beauftragt. Diese neuen Züge, die für die Mährisch-Schlesische Region bestimmt sind, werden die ersten ihrer Art im tschechischen Eisenbahnsystem sein. Die Škoda-Gruppe hat sich in einem offenen Ausschreibungsverfahren als Hersteller durchgesetzt.

Diese Züge werden sauberere und flexiblere Verkehrslösungen in der Region bieten. Die neuen Doppeleinheiten können sowohl auf elektrifizierten als auch auf nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden. Sie können Strom von Oberleitungen beziehen oder sich auf Traktionsbatterien an Bord stützen. Es wird erwartet, dass diese Fähigkeit die Kohlendioxidemissionen auf Strecken ohne Elektrifizierung reduziert und den Fahrgästen mehr Direktverbindungen bietet.

Funktionen und Möglichkeiten

Die neuen Züge sind so konzipiert, dass sie den modernen Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht werden und mehrere fortschrittliche Merkmale aufweisen. Jeder Zug wird ein Niederflurzug mit zwei Waggons sein und 150 Fahrgästen Platz bieten, darunter auch Sitzplätze in der ersten Klasse. Die Züge bieten einen stufenlosen Zugang, so dass sie auch für Fahrgäste mit Behinderungen zugänglich sind. Darüber hinaus sind Abstellplätze für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder vorgesehen, so dass die Züge von verschiedenen Fahrgastgruppen genutzt werden können.

Die Züge sind sowohl für den Betrieb in 3-kV-Gleichstrom- als auch in 25-kV-50-Hz-Wechselstromsystemen vorbereitet, was mit den erwarteten Elektrifizierungsprojekten in der Region übereinstimmt.

Ökologische und betriebliche Auswirkungen

Die Einführung dieser batterieelektrischen Triebzüge (BEMU) steht im Einklang mit dem langfristigen Engagement der Region Mährisch-Schlesien für eine umweltfreundliche Mobilität. Die Fähigkeit der Züge, mit Batteriestrom zu arbeiten, wird direkte Verbindungen auf Strecken ermöglichen, die elektrifizierte und nicht-elektrifizierte Abschnitte kombinieren, wodurch der Bedarf an Umsteigevorgängen reduziert wird. Diese Eigenschaft ist besonders vorteilhaft für Strecken, die von Ostrava in Städte wie Krnov, Nový Jičín und Budišov nad Budišovkou führen, wo es keine Elektrifizierung gibt.

Die Aufladung der Antriebsbatterien kann während des Betriebs auf elektrifizierten Strecken oder durch regeneratives Bremsen auf nicht elektrifizierten Abschnitten erfolgen, was die Betriebseffizienz und Nachhaltigkeit erhöht. Zu den voraussichtlichen Strecken für diese Züge gehören:

  • Ostrau - Opava - Krnov
  • Ostrava - Suchdol nad Odrou - Nový Jičín (vor allem an Wochentagen)
  • Ostrava - Budišov nad Budišovkou (an Wochenenden)
  • Ostrava - Český Těšín - Frýdek-Místek und ein Ringverkehr nach dem Umbau der Linie 323

Der Vertrag umfasst die Lieferung der 15 neuen zweiteiligen Züge mit einer Kapazität von je 323 Fahrgästen, die Lieferung von Ersatzteilen und Wartungsleistungen für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren. Etwa ein Viertel dieses Betrags ist für die Wartung und die Lieferung von Ersatzteilen vorgesehen. Es wird erwartet, dass die Škoda-Gruppe mindestens die Hälfte der Einheiten innerhalb von 29 Monaten nach Vertragsunterzeichnung ausliefert, so dass bis November 2026 mindestens sieben Züge in Betrieb sein werden. Dieser Zeitplan stützt sich auf die aktuelle Vereinbarung mit der Mährisch-Schlesischen Region, die Bestimmungen für mögliche Verlängerungen bei Bedarf enthält.

Diese Einheiten können bis zu 160 km/h unter Oberleitung und 120 km/h im Batteriebetrieb bei einer Mindestreichweite der Batterie von 80 km fahren.


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