Die Bayerische Regiobahn (BRB) berichtet, dass der Zugbetrieb auf ihrem 840 Kilometer langen Streckennetz wegen der von DB InfraGO geplanten umfangreichen Bauarbeiten immer schwieriger zu bewältigen ist.
Am 14. November beginnt eine neue Runde von Arbeiten auf der Linie RE5 an drei verschiedenen Stellen. Die BRB hat nach eigenen Angaben noch keine endgültigen Fahrplandaten von InfraGO und war gezwungen, nur einen groben Plan zu erstellen. Der eingleisige Betrieb zwischen München Ost und Rosenheim wird den Verkehr auf der Strecke voraussichtlich verlangsamen. Um Folgeverspätungen zu reduzieren, will die BRB die Züge früher als üblich aus München herausschicken und rechnet mit bis zu 20 Minuten Verspätung auf der Strecke. Dies wirkt sich auch auf die Aufgaben der Lokführer, die Planung des rollenden Materials und die Dienstpläne des Fahrpersonals aus, die allesamt auf genaue Minuten und Sekunden angewiesen sind.
Der Betreiber gibt an, dass kurzfristige Bauankündigungen - manchmal nur drei Tage im Voraus - inzwischen üblich sind, obwohl solche Arbeiten normalerweise eine viel längere Vorbereitung erfordern. Das Zugpersonal wird regelmäßig von Fahrgästen kritisiert, die mit wiederholten Verspätungen und Fahrplanänderungen konfrontiert werden.
BRB weist auch auf Probleme bei der Aktualisierung der Informationssysteme hin. Ersatzfahrpläne können nicht schnell in die digitalen Plattformen der DB integriert werden, die nur alle paar Tage aktualisiert werden. Als Abhilfe verweist das Unternehmen auf Kanäle, die es sofort aktualisieren kann: seine Website, WhatsApp-Informationsstreams, Newsletter für größere Störungen und seinen Facebook-Störungsfeed.
Die BRB sagt, dass die derzeitige Situation den Betrieb an seine Grenzen bringt und einen zuverlässigen Regionalverkehr zunehmend erschwert.