Leo Express nahm am 1. März 2026 den regulären Betrieb auf der Strecke Warschau–Krakau auf und stieg damit in den polnischen Fernverkehr ein. Der erste Zug fuhr von Warszawa Wschodnia über Warszawa Centralna, Warszawa Zachodnia, Opoczno Południe und Włoszczowa Północ nach Kraków Główny.
Der Betreiber bietet täglich zwei Hin- und Rückfahrten zwischen Warschau und Krakau an. Leo Express hat außerdem die Frequenz auf der Strecke Krakau–Prag an ausgewählten Tagen auf vier Züge pro Tag in jede Richtung erhöht. Eine Verbindung zwischen Prag und Krakau hält zusätzlich in Oświęcim, während eine andere Racibórz, Rybnik, Tychy und Mysłowice anfährt.
Nach Angaben des Betreibers wurden mehr als 100.000 Fahrkarten für die neuen Verbindungen nach Polen im Vorverkauf abgesetzt. Die Züge werden auf kommerzieller Basis ohne öffentliche Subventionen betrieben.
Eine weitere Expansion ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. Ab Juni will Leo Express das Angebot zwischen Warschau und Krakau auf vier tägliche Hin- und Rückfahrten erhöhen. Das Unternehmen plant außerdem eine neue internationale Strecke zwischen Przemyśl, Rzeszów, Krakau, Ostrava, Olomouc, Prag, Dresden, Leipzig, Erfurt und dem Flughafen Frankfurt.
Darüber hinaus soll in der ersten Jahreshälfte eine Verbindung zwischen Prag, Pardubice, Olomouc und Bratislava mit Talgo-Zügen aufgenommen werden. Andererseits hat der Betreiber den Verkehr seiner Stadler FLIRT-Züge von Prag über Ostrava nach Žilina und Prešov in der Slowakei vorübergehend eingestellt. Diese 3-kV-Züge können den Bahnhof Žilina nicht passieren, da dieser bald auf ein 25-kV-Oberleitungssystem umgestellt wird. Leo Express plant, den Betrieb auf dieser Strecke wieder aufzunehmen, sobald die neuen Siemens Vectron MS-gezogenen gebrauchten Talgo-Züge der Muttergesellschaft Renfe auf dieser Strecke voll einsatzfähig sind.