Ab Sommer 2028 soll eine neue Direktverbindung zwischen Oslo, Kopenhagen, Hamburg und Berlin in Betrieb genommen werden, wodurch eine der längsten internationalen Personenzugstrecken Europas entsteht.
Der Zugverkehr wird im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der DSB, der norwegischen Vy und der Deutschen Bahn entwickelt. Er wird die erste direkte Zugverbindung zwischen Dänemark und Norwegen seit mehr als 20 Jahren darstellen.
Für europäische Fahrgäste stärkt das Projekt das wachsende Netz grenzüberschreitender Tagesverbindungen im Schienenverkehr, das Nord- und Mitteleuropa miteinander verbindet. Die Strecke wird drei Hauptstädte – Oslo, Kopenhagen und Berlin – miteinander verbinden und zudem wichtige Städte in Schweden, Dänemark und Deutschland anfahren.
Die geplante Fahrzeit von Oslo nach Berlin wird voraussichtlich etwa 14 bis 15 Stunden betragen, während die Fahrt zwischen Kopenhagen und Oslo etwa sieben Stunden dauern dürfte.
Die Verbindung soll ganzjährig mit zwei täglichen Abfahrten verkehren. Die Züge werden aus den neuen ICE-L-Wagen der Deutschen Bahn bestehen, die von Talgo geliefert werden und den neuen EuroCity-Wagen der DSB ähneln. An Bord sind ein Speisewagen, ein Familienwagen und eine Erste Klasse vorgesehen.
Die Strecke sieht derzeit Haltestellen in Norwegen in Oslo, Moss, Fredrikstad, Sarpsborg und Halden vor; in Schweden in Trollhättan, Göteborg, Halmstad, Helsingborg, Lund und Malmö; in Dänemark am Flughafen Kopenhagen, am Hauptbahnhof Kopenhagen, in Odense, Kolding und Padborg; sowie in Deutschland in Hamburg und Berlin.
Diese Ankündigung folgt auf die kürzlich erfolgte Einführung verbesserter internationaler Verbindungen zwischen Kopenhagen, Berlin und Prag und spiegelt die allgemeinen Bemühungen europäischer Betreiber wider, längere und attraktivere grenzüberschreitende Eisenbahnkorridore zu schaffen.