4 Tote nach Unfall mit Personen- und Güterzug

4 Tote nach Unfall mit Personen- und Güterzug
© Firefighters of Pardubice region
Kurz vor Mitternacht stieß ein internationaler RegioJet-Expresszug in Pardubice (Tschechische Republik) frontal mit einem Güterzug zusammen.

Zusätzlich zu den vier Todesopfern wurden 22 Personen in nahe gelegene Krankenhäuser in Pardubice, Hradec Králové und Chrudim gebracht. 3 Personen wurden schwer verletzt.

In dem Schnellzug waren rund 380 Personen unterwegs. Der vordere Wagen des Schnellzuges wurde schwer beschädigt.

Die Feuerwehrleute begannen sofort mit der Rettung der Verletzten. Es waren mehrere hydraulische Rettungsgeräte im Einsatz, mit denen die Feuerwehrleute Platz für die eigentliche Rettung der Verletzten schufen.

Der Güterzug hatte Kalziumkarbid in den Waggons geladen, aber glücklicherweise waren die ersten beiden Waggons leer, so dass der gefährliche Stoff nicht auslief.

Ein Team von Psychologen leistete am Unfallort und anschließend am Hauptbahnhof, wohin die unverletzten Passagiere gebracht wurden, psychologische Erste Hilfe.

Laut dem tschechischen Verkehrsminister Martin Kupka werden Anstrengungen unternommen, um den Verkehr so schnell wie möglich wiederherzustellen. Es ist jedoch nicht klar, wie lange dies dauern wird.

Die Ursache des tragischen Unfalls wird derzeit vom Eisenbahnsicherheitsinspektorat untersucht. "Es ist noch nicht möglich, über die Ursachen zu spekulieren", sagte Minister Kupka.

Der Schaden an der Unfallstelle konnte noch nicht beziffert werden. Der Gesamtschaden an der Unfallstelle wurde auf mehr als 4,5 Mio. € geschätzt (Güterzug 2 Mio. €, Schnellzug 2,5 Mio. €, Gleis 12 Tausend €). Der Verkehr auf der Strecke wird auf einem Gleis mit reduzierter Geschwindigkeit geführt.

Nach den Feststellungen des Eisenbahnsicherheitsamtes an der Unfallstelle hat der Zug Ex 1021 ein Fahrverbotszeichen übersehen und ist auf das Gleis eines Güterzuges aufgefahren. Ob dies auf einen technischen Fehler, menschliches Versagen oder eine Kombination beider Faktoren zurückzuführen ist, ist Gegenstand einer eingehenden Untersuchung und es ist nicht möglich, konkrete Schlussfolgerungen zu ziehen. Das Eisenbahnsicherheitsinspektorat untersucht ebenfalls die Umstände des Vorfalls und die dazu beitragenden Faktoren, so dass die Untersuchung mehrere Monate dauern wird.


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