Lokaltog, ein Teil des Verkehrsunternehmens Movia, hat den Lieferanten für 14 neue Batteriezüge ausgewählt, die auf seinen Strecken in Seeland und Lolland-Falster eingesetzt werden sollen. Die Entscheidung folgt auf ein im November 2023 eingeleitetes Ausschreibungsverfahren, an dem sich drei europäische Anbieter beteiligt haben: CAF, Siemens Mobility und Stadler.
Die Ausschreibung, die eine Option für weitere 10 Züge beinhaltete, wurde von den präqualifizierten Anbietern hart umkämpft. Das Ausschreibungsverfahren umfasste eine Verhandlungsphase in der ersten Jahreshälfte 2024 und gipfelte in der Einreichung der endgültigen Angebote bis zum Stichtag 4. Juni. Das Interesse der Bieter war groß, was auf einen starken Wettbewerb schließen lässt.
In der Auswertungsphase wurden zwei der drei Angebote als bedingungsgemäß eingestuft, da sie alle festgelegten Mindestanforderungen erfüllten. Das dritte Angebot, das Vorbehalte enthielt, wurde von der Prüfung ausgeschlossen. Nach eingehender technischer und rechtlicher Prüfung wurden die Angebote von CAF und Stadler für geeignet befunden, die beide wettbewerbsfähige Konditionen boten.
Letztendlich wurde der Auftrag an Stadler vergeben, vorbehaltlich der Genehmigung durch den Regionalrat der Region Zealand im September 2024. Die Erfahrung von Stadler bei der Herstellung von Hightech-Zügen war ein entscheidender Faktor. Stadler hat bereits über 2.000 elektrische Züge und mehr als 400 Batteriezüge produziert, von denen einige bereits in Deutschland in Betrieb sind.
Lokaltog geht davon aus, dass der Vertrag mit Stadler im Oktober 2024 abgeschlossen wird, sofern der Regionalrat zustimmt.
Lokaltog betreibt neun lokale Eisenbahnen auf den Inseln Seeland, Lolland und Falster mit einer Gesamtlänge von 338 km. Das Unternehmen, das 2015 aus der Fusion von Lokalbanen und Regionstog hervorging, ist weiterhin ein wichtiger Transportanbieter in der Region, wobei Movia einen Teil des Unternehmens besitzt.