Die Produktion neuer elektrischer und batterieelektrischer Breitspur-Triebzüge für LTG Link schreitet im Stadler-Werkin Siedlce (Polen) voran.
Drei Einheiten - zwei elektrische und eine batteriebetriebene - sind in der Montage fast fertig. Das Projekt basiert auf der FLIRT-Plattform von Stadler, erfordert jedoch aufgrund der in Litauen verwendeten Spurweite von 1.520 mm eine geänderte Konstruktion. Dazu gehört eine breitere Karosserie, die 60 cm breiter ist als die Standardversionen.
Einsatz der neuen Stadler FLIRT-Züge
Der Auftrag umfasst neun elektrische und sechs batterieelektrische Züge. Die elektrischen Einheiten sind für den Fernverkehr bestimmt:
- Vilnius-Claipeda
- Vilnius-Varena-Marcinkonys
- Kaunas-Siauliai
Die Batterieeinheiten sind für regionale Strecken mit geringer Verkehrsintensität vorgesehen, auf denen in absehbarer Zeit keine Elektrifizierung geplant ist. Sie werden teilweise unter der Oberleitung fahren und die restlichen Abschnitte mit gespeicherter Energie zurücklegen.
Aufnahme des Personenverkehrs im Jahr 2026
In Litauen soll die Erprobung der neuen Züge im Herbst 2025 beginnen, die Aufnahme des Fahrgastbetriebs ist für 2026 geplant. Nach ihrem Einsatz werden die 15 neuen Züge etwa ein Drittel der bestehenden Passagierflotte ersetzen. Nach Angaben der LTG handelt es sich um das größte Programm zur Erneuerung des rollenden Materials seit der Unabhängigkeit.
Die neuen Niederflurzüge sind so konzipiert, dass sie den verschiedenen Fahrgastgruppen das Einsteigen erleichtern. Jeder Zug wird über ausgewiesene Bereiche für Fahrräder, Rollstühle, Kinderwagen und Haustiere verfügen. Die Konfiguration ermöglicht bis zu 200 Sitzplätze pro elektrischer Einheit - etwa 30 % mehr als die derzeitigen Züge auf denselben Strecken. Mehrere Einheiten können gekoppelt werden, um in Spitzenzeiten bis zu 600 Fahrgäste zu befördern.
Im Innenraum gibt es stufenlose Zugänge zwischen den Wagen, Arbeitsbereiche und Möglichkeiten für Verkaufsautomaten oder Imbissdienste an Bord. Je nach Saison werden die Fahrradabstellplätze so umgestaltet, dass sie zusätzliche Sitzplätze bieten, wobei mindestens vier ganzjährig nutzbare Fahrradplätze erhalten bleiben.