Leo Express setzt Talgo-Züge auf neuen Strecken ein

Leo Express setzt Talgo-Züge auf neuen Strecken ein
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Leo Express nimmt neue grenzüberschreitende Verbindungen ab Prag auf, die mit gemieteten RAILPOOL-Vectron-Lokomotiven und Talgo-Zugverbänden betrieben werden.

Leo Express bereitet die Einführung neuer grenzüberschreitender Personenverkehrsverbindungen von Prag nach Bratislava und Prešov vor, unterstützt durch eine Flotte von gemieteten Vectron-Lokomotiven von RAILPOOL und Talgo-Zugverbänden, die im Rahmen seiner Partnerschaft mit Renfe bereitgestellt werden.

Das Unternehmen hat drei Mehrsystem-Lokomotiven in Betrieb genommen, von denen eine nun in einer neuen weiß-orangefarbenen Lackierung präsentiert wurde, die sich in das Gesamtbild von Leo Express einfügt. Die Lokomotiven sind für 13-teilige Talgo-Züge mit einer Kapazität von rund 350 Fahrgästen vorgesehen.

Aus Sicht des Eisenbahnmarktes unterstreicht dieser Schritt die Strategie von Leo Express, sein mitteleuropäisches grenzüberschreitendes Streckennetz mit interoperablen Triebfahrzeugen und leichtem Fernverkehrs-Rollmaterial auszubauen. Die Talgo-Züge sind für Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ausgelegt und vereinen einen Niederflureinstieg, barrierefreies Einsteigen sowie Neigetechnik, um den Komfort auf kurvenreichen Strecken zu verbessern.

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Die neuen Verbindungen nach Bratislava und Prešov sind Teil einer umfassenderen Expansion im Jahr 2026. Leo Express gibt bekannt, dass das Unternehmen zudem neue internationale Verbindungen auf den Strecken Prag–Olomouc–Bratislava, Frankfurt–Prag–Krakau–Przemyśl und Prag–Pilsen–Regensburg–München einführt.

Für RAILPOOL ist dieses Projekt der erste Auftrag zur Unterstützung von Leo Express im grenzüberschreitenden Personenverkehr zwischen der Tschechischen Republik und der Slowakei. Der Einsatz der multisystemfähigen Vectron-Lokomotiven spiegelt die wachsende Bedeutung von gemieteten, interoperablen Lokomotiven wider, die es Betreibern ermöglichen, internationale Verbindungen aufzunehmen oder auszubauen, ohne sich auf den Kauf eigener Traktionsflotten festlegen zu müssen.

Diese Entwicklung verdeutlicht zudem, wie Open-Access- und private Betreiber in Mitteleuropa zunehmend Partnerschaften im Bereich des rollenden Materials, Leasingmodelle und internationale Allianzen miteinander verbinden, um neue Strecken schneller und mit geringerem Anfangsrisiko aufzubauen.

Für den gesamten Eisenbahnsektor ist der jüngste Schritt von Leo Express ein weiteres Zeichen dafür, dass der von Prag ausgehende grenzüberschreitende Markt weiterhin aktiv ist und die Betreiber bestrebt sind, ihre Verbindungen nicht nur zur Slowakei und nach Polen, sondern auch weiter westlich nach Deutschland auszubauen.

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