In Europa gibt es nur zwölf ähnliche Panoramawagen. Es ist das erste Mal, dass sie in der Tschechischen Republik eingesetzt werden. Die ÖBB setzen sie aufgrund einer Vereinbarung mit dem Schweizer Partner SBB auf der Strecke EuroCity Porta Moravica Graz - Břeclav - Ostrava - Przemyśl ein.
Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB beschafften 1991 nur 12 Exemplare der Baureihe Apm61 Panorama. Sie waren für EuroCity-Züge gedacht, die durch Regionen mit reizvollen Ausblicken auf bezaubernde Berglandschaften oder Flusstäler, wie die Alpen oder das Rheintal, fahren. Die SBB setzte sie auf den Strecken von der Schweiz nach Italien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden oder Österreich ein. Heute verkehren sie als Gotthard-Panorama-Express auf der alten Strecke über den Gotthardpass und auf den EC-Transalpin-Linien Zürich-Graz und EC 8/9 Zürich-Hamburg als saisonaler Touristenzug. Neu werden sie auch auf der Linie EC 104 / 105 Porta Moravica Graz - Przemyśl eingesetzt, ebenfalls in der Gegenrichtung. Zu dieser Linie gehört auch die sehr attraktive und älteste Bergbahn der Welt, die Semmeringbahn in Österreich.
Die dreißig Jahre alten Wagen sind für den Intercity-Fernverkehr konzipiert. Sie sind klimatisiert und haben 54 Sitzplätze. Sie können mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h fahren. Sie wurden 2010 modernisiert, zum Beispiel mit 230-Volt-Steckdosen für die Stromversorgung von tragbarer Reiseelektronik wie Laptops, Tablets und Handys. Hergestellt werden sie von der Schweizer Firma Schindler Waggon AG. Durch die großen gewölbten Panoramafenster haben die Fahrgäste nach Angaben des Herstellers bis zu 90 % mehr Sicht als in einem herkömmlichen Auto, und der Blickwinkel ist um 25 bis 40 % größer. Darüber hinaus ist der Boden im Panoramawagen höher als in einem herkömmlichen Wagen, so dass die Fahrgäste auch beim Umfahren von Lärmschutzwänden eine etwas bessere Sicht haben.