Die FS-Gruppe hat mit Eni eine dreijährige Vereinbarung zur Erforschung und Entwicklung alternativer Kraftstoffe für den Transport, intermodaler Logistiklösungen und bewährter Praktiken im Bereich der Energieeffizienz geschlossen. Diese Vereinbarung erneuert eine frühere Absichtserklärung und umfasst die Identifizierung von Normen, Methoden, technischen Standards und die Überprüfung neuer Technologien in Bezug auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
Probeläufe und Zukunftspläne
Seit 2023 testen FS und Eni den Biokraftstoff HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) in fünf Trenitalia-Zügen, darunter moderne Hitachi-Hybridzüge mit Dreifachantrieb, auf Strecken in Kalabrien. Die Erprobung wurde auf Busitalia-Busse ausgeweitet, und es ist geplant, die Tests in den kommenden Monaten auf andere Dieselzüge der Trenitalia-Flotte auszuweiten. Der Biokraftstoff HVO, der aus erneuerbaren Materialien wie Abfällen und Reststoffen hergestellt wird, soll die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem Diesel um etwa 80 % senken.
HVO Biokraftstoffversorgung
Um eine ausreichende Versorgung mit HVO-Biokraftstoff sicherzustellen, hat FS im April eine Ausschreibung durchgeführt. Die breitere Energiestrategie von FS zielt darauf ab, fossile Brennstoffe durch die schrittweise Elektrifizierung der Eisenbahnnetze und die Einführung alternativer Brennstoffe zu eliminieren. Diese Strategie unterstützt das Ziel von FS, bis zum Jahr 2040 Kohlenstoffneutralität zu erreichen, ein Jahrzehnt vor den europäischen Zielen.
HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) ist ein Biokraftstoff, der aus erneuerbaren Quellen wie Abfällen und Reststoffen gewonnen wird. Er bietet eine vergleichbare Leistung wie herkömmliche Kraftstoffe und reduziert die CO2-Emissionen während des gesamten Produktlebenszyklus erheblich.