PR-Artikel

HSL Logistik und die Euro9000: Ein Gespräch mit Michael Steinhäuser

HSL Logistik und die Euro9000: Ein Gespräch mit Michael Steinhäuser
© HSL Logistik / Michael Steinhäuser
Railmarket sprach mit Michael Steinhäuser, Flottenmanager Lokomotiven bei HSL Logistik, über die Erfahrungen des Unternehmens mit der Lokomotive Euro9000 von European Loc Pool (ELP) und ihre Rolle im täglichen Betrieb.

Railmarket: Seit wann setzt HSL Logistik die Euro9000 ein, und auf welchen Relationen wurde sie zunächst verwendet?

Michael Steinhäuser: Wir haben sie schrittweise ab 2023 in Betrieb genommen. Zunächst kam die Euro9000 auf internationalen Relationen zwischen Deutschland, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz zum Einsatz. Hauptsächlich wird sie für schwere Güter- und Korridorzüge genutzt, aber auch für Anschlussverkehre mit Nähe zum Last-Mile-Bereich.

© HSL Logistik / Michael Steinhäuser
© HSL Logistik / Michael Steinhäuser

Railmarket: Welche Erwartungen hatten Sie, als Sie sich entschieden haben, die Euro9000 von ELP zu leasen?

Michael Steinhäuser: Wir suchten eine Lokomotive mit starker Mehrsystemleistung, hoher Traktionsreserve und zuverlässiger Verfügbarkeit. Kurz gesagt: eine Maschine, die messbare Kapazität bietet und Pünktlichkeit auch bei Wachstum sichert.

Railmarket: Welche Hauptfaktoren waren entscheidend für die Wahl dieses Modells?

Michael Steinhäuser: Entscheidend waren die Traktionsleistung – bis zu 9 Megawatt –, die Mehrsystemfähigkeit, die Last-Mile-Funktion, das Servicepaket von ELP sowie ein überzeugendes TCO-Profil im Einklang mit den ECM-Vorgaben.

Railmarket: Wie bewährt sich die Euro9000 im täglichen Betrieb im Vergleich zu anderen Lokomotiven Ihrer Flotte?

Michael Steinhäuser: Sehr gut. Sie ist stark, stabil und planbar. Wir benötigen weniger Lokwechsel, haben weniger Dispositionsunterbrechungen und eine spürbar höhere Pünktlichkeitsquote.

Railmarket: Auf welchen Relationen oder in welchen Zugarten zeigt sich der größte betriebliche Vorteil?

Michael Steinhäuser: Besonders auf langen, schweren Korridorzügen, die System- und Landesgrenzen überschreiten. Sie ist vor allem auf Nord-Süd-Achsen mit dichtem Shuttleverkehr, beispielsweise während der Rübenkampagne, sehr effizient.

© HSL Logistik / Michael Steinhäuser
© HSL Logistik / Michael Steinhäuser

Railmarket: Wie verhält sich die Lokomotive unter hoher Last oder auf anspruchsvollen Steigungsstrecken?

Michael Steinhäuser: Sehr souverän. Sie bietet hohe Anfahrzugkraft, ein ruhiges Schlupfmanagement und konstante Leistung – genau das, was zählt, wenn jede Tonne wichtig ist.

Railmarket: Wie bewerten Ihre Lokführer und Betriebsteams die Euro9000 in Bezug auf Fahrkomfort und Bedienbarkeit?

Michael Steinhäuser: Sie beschreiben sie als „Kraft unter Kontrolle“. Das Führerhaus ist ergonomisch gestaltet, die Sichtverhältnisse sind gut, die Assistenzsysteme praxisnah. Auch die Last-Mile-Flexibilität wird sehr positiv gesehen.

Railmarket: Konnten Sie messbare Effekte bei Energieeffizienz oder Betriebskosten feststellen?

Michael Steinhäuser: Ja. Die Kosten für Lokwechsel sind gesunken, die Energie wird dank Rekuperation und stabiler Fahrpläne effizienter genutzt, und wir haben deutlich weniger Leerlaufzeiten.

Railmarket: Wie würden Sie den Wartungsaufwand im Vergleich zu anderen Lokomotiven beschreiben?

Michael Steinhäuser: Die Instandhaltung ist planbarer. Die Intervalle sind länger, zustandsorientiert aufgebaut, und wir haben deutlich weniger ungeplante Werkstattaufenthalte.

Railmarket: Wie unterstützt die Euro9000 die internationalen Aktivitäten und Korridorverkehre von HSL Logistik?

Michael Steinhäuser: Sie macht Interoperabilität im Alltag greifbar. Eine Lokomotive kann in mehreren Systemen eingesetzt werden – das ermöglicht es uns, neue Verkehrskonzepte schnell umzusetzen und zu skalieren.

© HSL Logistik / Michael Steinhäuser
© HSL Logistik / Michael Steinhäuser

Railmarket: Haben sich dadurch neue Möglichkeiten bei der Einsatzplanung oder beim Zugang zu weiteren Ländern ergeben?

Michael Steinhäuser: Ja, definitiv. Wir können Umläufe effizienter gestalten, die Fahrzeuge intensiver nutzen und zusätzliche Netze bedienen, ohne die Flotte aufzuteilen.

Railmarket: Wie fügt sich die Euro9000 in Ihre Strategie zur Flottenmodernisierung und Nachhaltigkeit ein?

Michael Steinhäuser: Sie ist ein zentraler Bestandteil. Weniger Traktionswechsel bedeuten weniger Rangierfahrten, der Energieeinsatz ist effizienter, und die Plattform erfüllt alle modernen ECM-Anforderungen.

Railmarket: Planen Sie, in naher Zukunft weitere Euro9000 von ELP zu leasen?

Michael Steinhäuser: Derzeit nicht.

Railmarket: Aus Ihrer Sicht – welche Eisenbahnverkehrsunternehmen profitieren am meisten vom Einsatz dieser Lokomotive?

Michael Steinhäuser: Unternehmen, die lange, schwere, grenzüberschreitende Verkehre fahren – vor allem dort, wo Systemwechsel und Steigungen eine Rolle spielen.

© HSL Logistik / Michael Steinhäuser
© HSL Logistik / Michael Steinhäuser

Railmarket: Welchen Rat würden Sie anderen Unternehmen geben, die den Einsatz der Euro9000 erwägen?

Michael Steinhäuser: Denken Sie vom Einsatzfall her. Korridorströme bündeln, Umläufe vereinfachen und auf die Gesamtkosten statt nur auf den Anschaffungspreis achten – dann rechnet sich die Plattform.

Railmarket: Zum Schluss – wie würden Sie Ihre bisherigen Erfahrungen mit ELP als Leasingpartner beschreiben?

Michael Steinhäuser: Die Zusammenarbeit ist partnerschaftlich und lösungsorientiert. Die Kommunikation ist direkt, die Servicevereinbarungen sind klar, und die Umsetzung im täglichen Betrieb funktioniert zuverlässig.


Werden Sie Mitglied in unserem Kreis der Insider: Erhalten Sie die wöchentliche Zusammenfassung, die Sie auf dem Laufenden hält!

Neueste Eisenbahnnachrichten

Top-Nachrichten