DB: Einstellung von bis zu 1.000 Hochschulabsolventen für die digitale Bahn

DB: Einstellung von bis zu 1.000 Hochschulabsolventen für die digitale Bahn
© TU Dresden / Sven Ellger

Das Unternehmen plant, in Zusammenarbeit mit der TU Dresden sieben Millionen Euro über zehn Jahre zu investieren und dort eine Professur für digitale Bahnsysteme zu stiften.


Der Bedarf an Fachkräften für den Ausbau der digitalen Bahn in Deutschland wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Die Deutsche Bahn (DB) und die Technische Universität Dresden (TU Dresden) richten an der Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List" der TU Dresden eine Stiftungsprofessur für digitale Bahnsysteme ein, um das Know-how in Deutschland langfristig zu sichern.

TU Dresden-Rektorin Ursula M. Staudinger: "Um die ehrgeizigen Ziele der Digitalen Schiene Deutschland zu erreichen, braucht es spezifisches Know-how. Diese Kompetenz wollen wir an der TU Dresden gemeinsam mit der DB aufbauen. Die Stiftungsprofessur für Digitale Bahnsysteme unterstreicht das Vertrauen der DB in die exzellente Forschung und Lehre an der TU Dresden, insbesondere im Bereich der Bahn. Stiftungsprofessuren schlagen Brücken zwischen Wirtschaft und Forschung. Die neue Professur stärkt unser Potenzial auf dem Gebiet der automatisierten und vernetzten Mobilität. Zukünftige Forschungsergebnisse und ausgebildete Nachwuchskräfte sind wichtige Faktoren für die Entwicklung zukunftsfähiger und nachhaltiger Mobilitätssysteme. Die Bahnen spielen dabei eine Schlüsselrolle".

Volker Hentschel, Leiter des Konzernprogramms Digitale Schiene Deutschland: "Mit der Stiftungsprofessur für digitale Bahnsysteme investieren wir sieben Millionen Euro in die Zukunft des Schienenverkehrs und die Leistungsfähigkeit der Bahnen. Gemeinsam mit der TU Dresden sichern wir dringend benötigtes Know-how in Deutschland, um den Ausbau der digitalen Infrastruktur voranzutreiben. Wir wollen bis zu 1.000 akademische Fachkräfte gewinnen. Die digitale Schiene schafft mehr Platz für Züge auf bestehenden Gleisen und erhöht die Zuverlässigkeit für unsere Fahrgäste.

Die Stelle ist zunächst auf zehn Jahre befristet. Die Finanzierung umfasst eine Professur, drei wissenschaftliche Mitarbeiter, zwei wissenschaftliche Assistenten sowie Verwaltungs- und Sekretariatsdienste. Außerdem werden Stipendien an Studenten vergeben, um neue Studenten für die Programme zu gewinnen.

Die Forschungsaktivitäten der neuen Stiftungsprofessur für digitale Bahnsysteme werden sich auf die digitale Leit- und Sicherungstechnik konzentrieren. Ziel ist es, die Entwicklung von Methoden zur Analyse und Gestaltung sicherer technischer Systeme voranzutreiben. Im Mittelpunkt stehen Sicherheits- und Risikobewertung, durchgängiges digitales Datenmanagement, technische Analyse und Zulassungsverfahren für Bahnsysteme. Dabei werden innovative Methoden aus den Bereichen Operations Research, formale Methoden, künstliche Intelligenz, Modellierung und Simulation eingesetzt.

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