Die Kommission erklärte: "Die derzeitigen Management- und Regulierungsinstrumente reichen nicht aus, um einen qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Eisenbahndienst zu gewährleisten." Sie empfahl außerdem, die Höhe der Trassenpreise und der Managerprämien von der Kundenzufriedenheit und der Pünktlichkeit abhängig zu machen.
Darüber hinaus forderte die Kommission, dass das Management der DB InfraGo klarer von den anderen Konzerngesellschaften getrennt wird. Sie betonte, dass die Definition des öffentlichen Interesses nicht dem Aufsichtsrat der DB überlassen werden dürfe, sondern in die Zuständigkeit von Bundestag und Bundesrat fallen müsse.
Nach Ansicht der Kommission sollte der Infrastrukturplan ein konkretes fünfjähriges Arbeitsprogramm enthalten und mit dem Leistungs- und Finanzierungsvertrag verknüpft sein. Außerdem fordert die Kommission, dass die DB InfraGo organisatorisch möglichst unabhängig von den anderen Unternehmen des Konzerns sein soll.
Die DB InfraGo ist das Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn AG. Sie ist am 27. Dezember 2023 aus der Fusion der DB Netz AG und der DB Station&Service AG hervorgegangen. Mit mehr als 61.000 Mitarbeitern ist sie für das rund 33.400 Kilometer lange Schienennetz mit allen wichtigen Anlagen und 5.400 Bahnhöfen zuständig.