Siemens Mobility hat von der HS2 Ltd. vier Aufträge erhalten. Die Aufträge haben einen Gesamtwert von 670 Millionen Euro und sollen 2025 beginnen. Sie umfassen die Bereiche Signaltechnik, Elektrifizierung, Telekommunikation und ein Joint Venture zur Bereitstellung einer Hochspannungsversorgung entlang der HS2-Strecke.
Die wichtigste Neuerung ist die Einführung des automatischen Zugbetriebs (ATO) über das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) Level 2, womit der halbautomatische Betrieb (GoA2) erstmals auf einem britischen Hochgeschwindigkeitsnetz zum Einsatz kommt. Ziel der Modernisierung ist es, die Kapazität, Pünktlichkeit und Energieeffizienz zu verbessern. Siemens Mobility wird außerdem ein Engineering Management System bereitstellen, das die Echtzeitsteuerung und -überwachung der Bahnanlagen ermöglicht, um die Betriebssicherheit zu verbessern.
In Zusammenarbeit mit Costain Ltd. wird Siemens Mobility Hochspannungssysteme entwickeln, darunter auch Umspannwerke, die den Strom vom nationalen Stromnetz auf die HS2-Strecke verteilen. Das Unternehmen wird auch ein betriebliches Telekommunikations- und Sicherheitssystem einrichten. Dazu gehören GSM-R-Technologie und Vorkehrungen für künftige Erweiterungen des FRMCS.
"HS2 wird den Schienenverkehr verändern, indem es schnellere und zuverlässigere Fahrten für den Personenverkehr ermöglicht und Güterverkehrstrassen in Großbritannien freimacht. Wir sind sehr stolz darauf, unsere streckenseitige ATO-over-ETCS-Lösung zur Verfügung zu stellen, die zum ersten Mal einen halbautomatischen Zugbetrieb für mehr Kapazität, Pünktlichkeit und Energieeffizienz im Hochgeschwindigkeitsverkehr ermöglicht. Darüber hinaus werden wir für dieses bahnbrechende Projekt modernste Elektrifizierungstechnologie und Instandhaltungsunterstützung liefern", sagte Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.