Der Schienenpersonenverkehr in der Europäischen Union wird nach Angaben von Eurostatim Jahr 2024 auf 443 Milliarden Personenkilometer ansteigen. Diese Zahl entspricht einem Anstieg von 5,8 % gegenüber 2023, als die Gesamtzahl bei 419 Mrd. Pkm lag. Dies ist auch der höchste Stand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2004.
Deutschland verzeichnete mit 2,904 Milliarden Fluggästen das größte Passagieraufkommen. Es folgten Frankreich mit 1,320 Milliarden und Italien mit 843 Millionen. Am unteren Ende lagen Litauen mit 5 Millionen, Estland mit 8 Millionen und Griechenland mit 14 Millionen beförderten Fluggästen.
Ungarn verzeichnete mit 60,0 % den stärksten Anstieg der Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von Lettland (+13,9 %) und Irland (+10,0 %). Demgegenüber verzeichneten Rumänien einen Rückgang von 4,9 % und Bulgarien von 3,1 %.
Gemessen pro Kopf meldete Luxemburg mit 32,8 Fahrgästen pro Einwohner das höchste Verhältnis, vor Dänemark (31,0) und Deutschland (30,0). Griechenland und Litauen wiesen mit 1,5 das niedrigste Verhältnis auf, gefolgt von Bulgarien und Rumänien mit 3,6.
Im Güterverkehr verzeichneten die Eisenbahnunternehmen in der EU im Jahr 2024 375 Milliarden Tonnenkilometer, was einem leichten Rückgang von 378 Milliarden Tonnenkilometern im Jahr 2023 entspricht (-0,8 %).
Deutschland leistete mit 126,32 Mrd. tkm weiterhin den größten Beitrag zum Schienengüterverkehr. Polen erreichte 56,713 Mrd. tkm, während auf Frankreich 32,249 Mrd. tkm entfielen. Irland, Luxemburg, Griechenland und Estland meldeten jeweils ein Frachtaufkommen von weniger als 1 Mrd. tkm.
Bei den beförderten Gütergruppen hatten Metallerze mit 12,2 % der gesamten Tonnenkilometer den größten Anteil, gefolgt von Koks und raffinierten Mineralölerzeugnissen mit 10,1 % und Grundmetallen sowie Metallerzeugnissen mit 8,9 %.